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Ohr-Weide, Salix aurita
- ✔ Ohne Topf und Erde – direkt pflanzbereit
- ✔ November bis Februar – witterungsabhängig
- ✔ Junggehölz, wurzelnackt und pflanzbereit
Die Ohrweide (Salix aurita) ist eine heimische, meist 1 bis 3 Meter hohe Strauchweide für sonnige bis halbschattige, frische bis nasse Standorte. Ihre kleinen Frühlingskätzchen bieten Wildbienen und anderen Insekten früh im Jahr Nektar und – bei männlichen Pflanzen – Pollen. Charakteristisch sind die rundlichen, runzeligen Blätter mit ihren auffälligen, ohrförmigen Nebenblättern. Der robuste, breit verzweigte Strauch eignet sich besonders für naturnahe Feuchtgärten, Moorbeete und feuchte Gehölzränder. Eine wertvolle Wahl für mehr Biodiversität im Garten.
Ohrweide (Salix aurita): Die kleine Weide mit den großen Ohren
Manchmal sind es die unscheinbaren Pflanzen, die für unsere heimische Tierwelt besonders wichtig sind.
Die Ohrweide (Salix aurita) ist eine davon.
Wer an Weiden denkt, stellt sich häufig große Bäume an Flussufern vor. Mächtige Kronen, lange überhängende Zweige und silbrig schimmernde Blätter.
Doch die Ohrweide ist anders.
Sie bleibt vergleichsweise niedrig, wächst breit und vielverzweigt und bevorzugt feuchte, oft etwas saure Standorte.
Im Frühjahr, wenn die Landschaft gerade erst erwacht, erscheinen ihre kleinen Blütenkätzchen. An warmen Tagen können Wildbienen und andere Insekten die Blüten besuchen.
Wenig später entfalten sich die rundlichen Blätter.
Sie sind nicht glatt und glänzend, sondern wirken fast ein wenig zerknittert. Ihre Oberfläche besitzt ein deutlich eingesenktes Nervennetz, während die Unterseite graugrün und fein behaart ist.
Und dann entdeckt man die Besonderheit, der die Pflanze ihren Namen verdankt: kleine, auffällige Nebenblätter, die wie winzige Ohren am Blattgrund sitzen.
Die Ohrweide ist kein spektakulärer Zierstrauch.
Sie ist ein ursprüngliches Wildgehölz, das zu Mooren, Feuchtwiesen und lichten Bruchwäldern gehört.
Gerade deshalb verdient sie einen Platz in naturnahen Gärten.
Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
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Botanischer Name: Salix aurita L.
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Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
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Deutsche Namen: Ohrweide, Ohr-Weide, Öhrchenweide, Salbeiweide
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Herkunft: Heimisch in Deutschland, einschließlich Nordrhein-Westfalen
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Wuchs: Sommergrüner, breit aufrechter bis sparriger, dicht verzweigter Strauch
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Wuchshöhe: Meist 1 bis 3 Meter
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Wuchsbreite: Häufig etwa 1,5 bis 3 Meter, standortabhängig
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Blütezeit: Überwiegend April bis Mai, bei milder Witterung auch früher
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Blüten: Kleine, aufrechte männliche oder weibliche Kätzchen
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Geschlecht: Zweihäusig – männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen
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Bestäubung: Vor allem durch Insekten
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Blätter: Rundlich bis verkehrt eiförmig, runzelig, oberseits mattgrün, unterseits graugrün und behaart
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Besonderheit: Auffällige, oft nieren- bis ohrförmige Nebenblätter
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Standort: Sonnig bis halbschattig
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Bodenfeuchte: Frisch bis nass, besonders auf wechselfeuchten Standorten
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Boden: Bevorzugt sauer, kalkarm, humos bis torfig und eher nährstoffarm
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Ökologischer Nutzen: Früher Nektar und Pollen, Nahrungspflanze und Lebensraum für Insekten, Deckung für Kleintiere und Vögel
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Verwendung: Feuchtgarten, Moorbeet, feuchter Gehölzrand, naturnahe Hecke, größere Uferpflanzung
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Winterhärte: Sehr gut winterhart
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Pflege: Robust, bei Bedarf auslichtbar, ohne regelmäßigen Formschnitt
Botanischer Blick: Woher die Ohrweide ihren Namen hat
Die Ohrweide gehört zu den kleineren heimischen Strauchweiden.
Ihr Wuchs ist meist breit aufrecht, reich verzweigt und etwas sparrig. Die Zweige steigen zunächst auf und können sich später bogenförmig nach außen neigen.
Junge Triebe sind häufig bräunlich bis rötlich und zunächst behaart.
Ein botanisch interessantes Merkmal zeigt sich am älteren Holz: Unter der Rinde können längliche, erhabene Leisten auftreten. Sie helfen bei der Unterscheidung ähnlicher Weidenarten.
Besonders charakteristisch sind jedoch die Blätter.
Anders als bei der Korbweide (Salix viminalis) sind sie nicht lang und schmal, sondern relativ breit.
Sie besitzen eine verkehrt eiförmige bis rundlich-ovale Form und sind häufig nur etwa zwei- bis fünf Zentimeter lang.
Die Blattspitze ist oft kurz, etwas schief und leicht nach unten gebogen.
Der Blattrand ist unregelmäßig gekerbt oder gesägt und wirkt häufig gewellt.
Auf der mattgrünen Oberseite sind die Blattnerven deutlich eingesenkt. Dadurch entsteht die typische runzelige Struktur.
Die graugrüne Unterseite ist dagegen fein behaart.
Die auffälligsten Merkmale sitzen am Grund vieler Blattstiele.
Hier entwickeln sich größere Nebenblätter, deren Form an kleine Ohren oder Nieren erinnert.
Daher stammt der Name Ohrweide.
Die Nebenblätter sind allerdings nicht an jedem Trieb gleich stark ausgeprägt. Für eine sichere botanische Bestimmung sollten deshalb immer mehrere Merkmale berücksichtigt werden.
Blüten und Früchte: Kleine Kätzchen im Frühling
Die Ohrweide blüht überwiegend im April und Mai.
In milden Jahren können die ersten Kätzchen bereits früher erscheinen.
Wie bei den meisten Weiden sind männliche und weibliche Blüten auf unterschiedliche Pflanzen verteilt.
Die Art ist also zweihäusig.
Männliche Pflanzen bilden kleine Kätzchen, deren gelbe Staubbeutel bei der Blüte deutlich sichtbar werden.
Weibliche Pflanzen besitzen eher grünliche Kätzchen mit zahlreichen kleinen Fruchtknoten.
Die Blüten erscheinen vor oder zu Beginn des Laubaustriebs.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich an weiblichen Pflanzen kleine Kapselfrüchte.
Bei der Reife öffnen sich die Kapseln und entlassen winzige Samen, die mit feinen weißen Haaren ausgestattet sind.
Der Wind kann diese Samen über größere Entfernungen verbreiten.
Auf geeigneten feuchten, offenen Böden können daraus neue Ohrweiden entstehen.
Standort und Lebensraum: Zu Hause in Mooren und Feuchtwiesen
Die Ohrweide ist ein charakteristisches Gehölz feuchter, häufig nährstoffarmer Landschaften.
Zu ihren natürlichen Lebensräumen gehören:
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Feuchte und nasse Wiesenbrachen
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Niedermoore und Quellmoore
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Randbereiche von Hochmooren
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Lichte Bruchwälder
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Feuchte Waldlichtungen
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Wechselfeuchte Gebüsche
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Kalkarme, humose Uferbereiche
Besonders typisch sind saure bis schwach saure, kalkarme Böden.
Anders als manche Weiden der nährstoffreichen Flussauen kommt die Ohrweide auch mit vergleichsweise nährstoffarmen Moor- und Feuchtstandorten gut zurecht.
Sie bevorzugt ausreichend Licht.
An sonnigen Standorten kann sie eine dichte Verzweigung und reichliche Blüte entwickeln.
Lichten Halbschatten verträgt sie ebenfalls.
Entscheidend ist jedoch die Wasserversorgung.
Auf frischen bis nassen Böden fühlt sie sich wohl. Auch saisonale Schwankungen der Bodenfeuchte kann sie vertragen.
Ein dauerhaft trockener, heißer Gartenstandort ist dagegen keine gute Wahl.
Für naturnahe Gärten bedeutet das: Die Ohrweide ist besonders interessant für Bereiche, die für viele gewöhnliche Gartensträucher zu feucht sind.
Dabei sollte man ihre Standortansprüche ernst nehmen.
Ein trockener Garten wird nicht dadurch zu einem geeigneten Ohrweidenstandort, dass man den Strauch gelegentlich gießt.
Ökologische Bedeutung: Ein wichtiger Baustein für die Insektenwelt
Frühe Nahrung für Wildbienen
Weiden gehören zu den wichtigsten früh blühenden Gehölzen unserer Landschaft.
Ihre Blütenkätzchen erscheinen zu einer Jahreszeit, in der viele Wildstauden noch nicht blühen.
Auch die Ohrweide kann deshalb einen wertvollen Beitrag zur Versorgung früh fliegender Insekten leisten.
Männliche Pflanzen bieten Pollen und Nektar.
Weibliche Pflanzen liefern Nektar, aber keinen Pollen.
Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man gezielt Wildbienen fördern möchte.
Einige Wildbienenarten sind auf Weidenpollen spezialisiert.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte Sandbienenarten der Gattung Andrena.
Ob sie eine Ohrweide tatsächlich nutzen, hängt vom regionalen Artenspektrum, vom Blühzeitpunkt und von geeigneten Nistplätzen ab.
Eine einzelne Pflanze ersetzt deshalb keinen vielfältigen Lebensraum.
Zusammen mit anderen heimischen Weiden und früh blühenden Wildstauden kann sie aber einen wichtigen Bestandteil des Frühlingsangebots bilden.
Blätter als Nahrung für Insekten
Auch außerhalb der Blütezeit besitzt die Ohrweide einen ökologischen Wert.
Weidenblätter werden von zahlreichen pflanzenfressenden Insekten genutzt.
Dazu gehören verschiedene Blattkäfer, Blattwespen und Schmetterlingsraupen.
Welche Arten sich an einer bestimmten Ohrweide entwickeln, hängt von den örtlichen Lebensbedingungen ab.
Besonders wertvoll sind größere, strukturreiche Gehölzbestände, die über viele Jahre bestehen bleiben.
Sie ermöglichen die Entwicklung unterschiedlicher Insektenarten und bieten zugleich Nahrung für insektenfressende Vögel.
Schutz in dicht verzweigten Gebüschen
Die Ohrweide wächst häufig breit und vielverzweigt.
Dadurch entstehen geschützte Bereiche zwischen den Zweigen.
In naturnahen Gehölzgruppen können kleine Vögel und andere Tiere solche Strukturen als Deckung nutzen.
Auch abgestorbene Zweige und die Laubstreu unter älteren Sträuchern können für verschiedene Organismen von Bedeutung sein.
Deshalb ist es sinnvoll, eine Ohrweide nicht ständig in eine geometrische Form zu schneiden.
Ihr natürlicher Wuchs ist Teil ihres ökologischen Wertes.
Kulturgeschichte: Die unbekanntere Verwandte der Kopfweiden
Weiden begleiten die Menschen seit Jahrhunderten.
Ihre biegsamen Zweige wurden für Körbe, Zäune, Bindematerial und verschiedene Gebrauchsgegenstände genutzt.
Bekannt sind besonders die Korbweide und andere langtriebige Flechtweiden.
Die Ohrweide spielte in dieser Tradition eine weniger bedeutende Rolle.
Ihre Triebe sind meist kürzer und stärker verzweigt, weshalb sie für die Gewinnung langer, gleichmäßiger Flechtruten weniger geeignet ist.
Ihr besonderer Wert liegt vor allem in ihrer natürlichen Funktion innerhalb feuchter Lebensräume.
In Mooren und Feuchtwiesen bildet sie gemeinsam mit anderen Strauchweiden typische Gebüschgesellschaften.
Diese können wichtige Rückzugsräume für Tiere sein.
Gleichzeitig zeigt ihre Ausbreitung auf brachliegenden Feuchtwiesen, wie sich eine Landschaft verändert, wenn die regelmäßige Mahd oder Beweidung endet.
Aus offenen Wiesen können im Laufe der Jahre dichte Weidengebüsche entstehen.
Für den Naturschutz ist das nicht immer erwünscht.
Artenreiche, offene Feuchtwiesen benötigen häufig eine regelmäßige Pflege, damit lichtliebende Pflanzen nicht durch Gehölze verdrängt werden.
Die Ohrweide ist also wertvoll – aber wie jedes Gehölz muss sie zum jeweiligen Lebensraum passen.
Verwendung im Naturgarten: Die richtige Weide für feuchte Gartenbereiche
Die Ohrweide eignet sich besonders für naturnahe Gärten mit ausreichend feuchten Böden.
Sie bleibt deutlich kleiner als viele baumförmige Weidenarten und kann deshalb auch in mittelgroßen Gärten verwendet werden.
Allerdings benötigt sie genügend Platz für ihre breite Wuchsform.
Besonders schön wirkt sie in einer lockeren Gehölzgruppe oder am Übergang zwischen feuchter Wiese und Gehölzrand.
Geeignete Gartenbereiche
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Sonnige bis halbschattige Feuchtgärten
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Größere Moorbeete mit geeignetem Bodenaufbau
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Feuchte, kalkarme Gehölzränder
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Naturnahe Teichumfelder außerhalb der Teichabdichtung
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Feuchte Wildgehölzhecken
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Wechselfeuchte Gartenbereiche
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Größere Schmetterlings- und Wildbienengärten
Gute Gehölzpartner
Echter Faulbaum (Frangula alnus)
Ein besonders passender Begleiter auf sauren, humosen und frischen bis feuchten Böden. Seine lange Blütezeit ergänzt das frühe Nahrungsangebot der Ohrweide.
Aschweide (Salix cinerea)
Eine kräftiger wachsende Strauchweide für feuchte bis nasse Standorte. Sie eignet sich besonders für größere Gehölzgruppen, wobei die Unterschiede bei Bodenreaktion und Nährstoffangebot berücksichtigt werden sollten.
Moor-Birke (Betula pubescens)
Ein typisches Gehölz feuchter, häufig saurer Landschaften. In größeren Naturgärten kann sie die obere Gehölzschicht bilden.
Passende Wildstauden
Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)
Ihre zartrosa, tief geschlitzten Blüten passen hervorragend an sonnige, feuchte Gehölzränder und in offene Feuchtwiesen.
Sumpf-Veilchen (Viola palustris)
Eine niedrige heimische Art für saure, nährstoffarme und feuchte Standorte.
Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
Mit seinen gelben Sommerblüten eignet er sich für feuchte, etwas nährstoffreichere Randbereiche.
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Seine purpurroten Blüten sind eine wertvolle Ergänzung auf sonnigen, ausreichend feuchten Standorten. Er bevorzugt meist nährstoffreichere Bedingungen als typische Moorpflanzen.
Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Ein später blühender Insektenmagnet für frische bis feuchte, eher nährstoffreiche Gartenbereiche.
Bei der Kombination ist wichtig, nicht nur auf die Bodenfeuchte zu achten.
Auch Bodenreaktion, Nährstoffangebot und Lichtverhältnisse müssen zusammenpassen.
Pflanzung und Pflege: Feuchtigkeit ist wichtiger als Dünger
Die Ohrweide ist an einem geeigneten Standort robust und winterhart.
Die wichtigste Voraussetzung ist ein ausreichend feuchter Boden.
Während der Anwachsphase sollte der Wurzelbereich nicht austrocknen.
Bei wurzelnackten Pflanzen empfiehlt sich die Pflanzung während der Vegetationsruhe, sofern der Boden nicht gefroren oder stark wassergesättigt und dadurch nicht bearbeitbar ist.
Die Wurzeln müssen bis zur Pflanzung vor Sonne, Wind und Austrocknung geschützt werden.
Nach dem Einsetzen sollte die Erde vorsichtig angedrückt und gründlich gewässert werden.
Auf passenden, ausreichend feuchten Böden benötigt die Ohrweide später meist wenig zusätzliche Pflege.
Eine regelmäßige Düngung ist auf ihren bevorzugten, eher nährstoffarmen Standorten nicht notwendig.
Auch ein jährlicher Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Wer die natürliche Wuchsform erhalten möchte, lässt den Strauch möglichst frei wachsen.
Bei Bedarf können einzelne ältere oder störende Zweige ausgelichtet werden.
Starke Rückschnitte sollten nicht jedes Jahr durchgeführt werden, da dadurch ein großer Teil der Blütenknospen und wertvoller Gehölzstrukturen verloren gehen kann.
Unser Tipp für den Naturgarten
Pflanzen Sie die Ohrweide dort, wo der Boden von Natur aus feucht bleibt.
Besonders wertvoll wird sie in Kombination mit Faulbaum, anderen standortgerechten Weiden und heimischen Feuchtwiesenpflanzen.
Lassen Sie die Blütenkätzchen im Frühjahr stehen und vermeiden Sie unnötige Schnittmaßnahmen während der Brut- und Vegetationszeit.
Fazit: Eine kleine Weide mit großer Bedeutung
Die Ohrweide gehört zu den Gehölzen, deren Wert sich erst auf den zweiten Blick vollständig erschließt.
Sie besitzt keine großen Blüten und keine auffälligen Früchte.
Doch ihre kleinen Frühlingskätzchen können Wildbienen Nahrung bieten, ihre Blätter werden von verschiedenen Insekten genutzt, und ihre dichten Zweige schaffen geschützte Bereiche.
Mit ihren runzeligen Blättern und den charakteristischen kleinen „Ohren“ ist sie zugleich eine botanisch interessante Erscheinung.
Wer einen feuchten, naturnahen Garten gestalten möchte, findet in ihr eine besonders passende heimische Strauchweide.
Ohrweide. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge.
Gärtnerei & Floristik Klaus Hüskes – für Gärten, die leben.
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Wurzelnackte Pflanzen - Kategorie NaturaDB
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