- Neu
Wein-Rose, Rosa rubiginosa
- ✔ Ohne Topf und Erde – direkt pflanzbereit
- ✔ November bis Februar – witterungsabhängig
- ✔ Junggehölz, wurzelnackt und pflanzbereit
Die Weinrose (Rosa rubiginosa), auch Apfelrose genannt, begeistert mit einer außergewöhnlichen Besonderheit: Ihre drüsigen Blätter verströmen bei Berührung einen angenehmen Duft nach grünen Äpfeln. Im Frühsommer erscheinen einfache rosafarbene Blüten mit gut zugänglichem Pollen für Wildbienen und andere Insekten. Im Herbst schmücken leuchtend rote Hagebutten den dornigen Strauch und bieten Vögeln Nahrung. Die heimische, trockenheitsverträgliche Wildrose eignet sich hervorragend für sonnige Naturgärten, lockere Wildgehölzhecken und kalkreiche, gut durchlässige Böden.
Weinrose (Rosa rubiginosa): Die Wildrose, deren Blätter nach Äpfeln duften
Es ist ein warmer Frühsommertag.
Die Sonne steht über einer alten Hecke, in der Wildrosen, Weißdorn und Schlehen wachsen. Zwischen den Zweigen öffnen sich kleine rosafarbene Blüten. Wildbienen sammeln Pollen, und ein leichter Wind bewegt das grüne Laub.
Wer an diesem Strauch vorbeigeht, bemerkt vielleicht zunächst nichts Ungewöhnliches.
Doch dann streift eine Hand die Blätter.
Plötzlich liegt ein feiner Duft in der Luft, der an frisch geschnittene Äpfel erinnert.
Die Weinrose (Rosa rubiginosa) verrät sich durch eine ihrer schönsten Eigenschaften.
Nicht ihre Blüten duften besonders intensiv, sondern ihre Blätter.
Diese Besonderheit hat ihr auch den Namen Apfelrose eingebracht.
Dabei besitzt die Weinrose alles, was eine ursprüngliche Wildrose auszeichnet: einfache Blüten, wehrhafte Stacheln, eine natürliche Wuchsform und leuchtende Hagebutten im Herbst.
Sie gehört zu den heimischen Rosen unserer wärmebegünstigten Gebüsche und Heckenlandschaften.
Wer sie in den Naturgarten pflanzt, erhält einen robusten Strauch, der nicht nur schön aussieht, sondern gleich mehrere Sinne anspricht.
Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
-
Botanischer Name: Rosa rubiginosa L.
-
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
-
Deutsche Namen: Weinrose, Apfelrose, Eglantier
-
Wuchs: Sommergrüner, aufrechter bis bogig überhängender, dicht bestachelter Strauch
-
Wuchshöhe: Meist 150 bis 250 cm, unter günstigen Bedingungen bis etwa 300 cm
-
Wuchsbreite: Häufig etwa 150 bis 250 cm
-
Blütezeit: Juni bis Juli
-
Blütenfarbe: Rosa bis kräftig rosarot, zur Mitte häufig heller
-
Blütenform: Einfach, fünfzählig, mit zahlreichen gelben Staubgefäßen
-
Früchte: Rote, meist rundliche bis eiförmige Hagebutten
-
Fruchtreife: Ab September bis Oktober
-
Blätter: Gefiedert, meist mit fünf bis sieben Fiederblättchen, unterseits drüsig
-
Duft: Charakteristischer Apfelduft des Laubes, besonders bei Berührung und feuchter Witterung
-
Standort: Sonnig, auch lichter Halbschatten
-
Boden: Gut durchlässig, mäßig trocken bis frisch, bevorzugt kalkhaltig
-
Ökologischer Nutzen: Pollen für Wildbienen und andere Insekten, Raupennahrung für verschiedene Arten, Hagebutten für Vögel, geschützte Gehölzstruktur
-
Besonderheit: Duftdrüsen an Blättern und weiteren Pflanzenteilen
-
Verwendung: Naturgarten, Wildrosenhecke, sonniger Gehölzrand, größere Staudenpflanzung, Vogelschutzhecke
-
Winterhärte: Sehr gut winterhart
-
Pflege: Robust, weitgehend pflegeleicht, bei Bedarf auslichtbar
Botanischer Blick: Warum die Weinrose nach Äpfeln duftet
Die Weinrose ist eine der charakteristischsten heimischen Wildrosen.
Ihr Wuchs ist meist aufrecht und locker verzweigt, mit später häufig bogig überhängenden Zweigen.
Die Triebe tragen kräftige, meist gebogene Stacheln.
Wie bei anderen Rosen handelt es sich botanisch nicht um echte Dornen, sondern um Auswüchse der äußeren Gewebeschichten.
Die Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen gewöhnlich aus fünf bis sieben Fiederblättchen.
Diese sind meist rundlich bis elliptisch und besitzen einen gezähnten Rand.
Das eigentlich Besondere entdeckt man jedoch erst bei genauer Betrachtung.
Vor allem auf der Blattunterseite befinden sich zahlreiche kleine, häufig rötlich braune Drüsen.
Sie enthalten aromatische Stoffe, die bei Berührung freigesetzt werden können.
Der entstehende Duft erinnert deutlich an frische Äpfel.
An warmen, leicht feuchten Tagen kann man ihn manchmal schon wahrnehmen, wenn man sich dem Strauch nähert.
Auch Blattstiele, Blütenstiele und Kelchblätter können drüsig sein.
Die Blüten erscheinen im Frühsommer.
Sie besitzen fünf rosafarbene Kronblätter, die häufig zur Mitte hin heller werden.
Zahlreiche gelbe Staubgefäße bilden einen auffälligen Kontrast.
Die Blüten sind offen und ungefüllt, sodass Insekten den Pollen gut erreichen können.
Nach der Bestäubung entwickeln sich die Hagebutten.
Sie sind meist rundlich bis eiförmig und färben sich während der Reife leuchtend rot.
Häufig besitzen auch die Fruchtstiele und die Oberfläche der Hagebutten kleine Drüsen.
Damit ist die Weinrose eine Wildrose, die man nicht nur an ihren Blüten, sondern besonders an ihren Blättern und ihrem Duft erkennen kann.
Standort und Lebensraum: Eine Rose der sonnigen Hecken und Kalkhänge
Die Weinrose gehört zur natürlichen Flora Deutschlands.
Sie wächst vor allem in wärmebegünstigten Landschaften, an sonnigen Waldrändern, in Gebüschen, Hecken und auf trockenen bis mäßig frischen Hängen.
Besonders häufig findet man sie auf kalkhaltigen, gut durchlässigen Böden.
Auch steinige und eher nährstoffarme Standorte können geeignet sein.
Die Weinrose liebt Licht.
An sonnigen Standorten entwickelt sie einen kräftigen Wuchs und bildet reichlich Blüten und Hagebutten.
Lichten Halbschatten verträgt sie ebenfalls, doch dort fällt die Blüte häufig weniger üppig aus.
Dauerhaft nasse und stark verdichtete Böden sind dagegen ungünstig.
Für naturnahe Gärten eignet sich die Weinrose besonders dort, wo der Boden im Sommer zeitweise austrocknen kann.
Ist sie gut eingewurzelt, kommt sie mit solchen Bedingungen meist gut zurecht.
Sie passt deshalb hervorragend in sonnige Wildgehölzhecken und an trockene Gehölzränder.
Ökologische Bedeutung: Eine Wildrose für Insekten und Vögel
Offene Blüten mit gut zugänglichem Pollen
Die Blüten der Weinrose besitzen eine einfache, ursprüngliche Form.
Ihre zahlreichen gelben Staubgefäße sind für blütenbesuchende Insekten leicht erreichbar.
Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen und verschiedene Käfer können hier Pollen sammeln.
Wie bei vielen Wildrosen steht das Pollenangebot im Vordergrund.
Die Blüten liefern keinen nennenswerten Nektar.
Deshalb ist es besonders sinnvoll, Weinrosen mit nektarreichen Wildstauden zu kombinieren.
So entsteht ein vielseitigeres Nahrungsangebot für unterschiedliche Insektengruppen.
Nahrung für Schmetterlingsraupen und andere Insekten
Wildrosen sind Bestandteil komplexer ökologischer Beziehungen.
Ihre Blätter, Triebe und Blüten werden von unterschiedlichen pflanzenfressenden Insekten genutzt.
Dazu gehören verschiedene Blattwespen, Käfer und Schmetterlingsraupen.
Nicht jede Art, die an anderen Wildrosen vorkommt, nutzt automatisch auch die Weinrose.
Dennoch trägt sie als heimisches Rosengewächs zur Vielfalt geeigneter Nahrungspflanzen bei.
Ein naturnaher Garten darf deshalb ruhig einzelne angefressene Blätter zeigen.
Sie können ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze tatsächlich Teil eines lebendigen Nahrungsnetzes geworden ist.
Geschützte Bereiche für Vögel
Die kräftigen Stacheln und die dichte Verzweigung der Weinrose schaffen geschützte Bereiche.
In größeren Wildrosenhecken können kleine Vögel solche Strukturen als Rückzugsorte nutzen.
Auch für die Anlage von Nestern können geeignete, ausreichend dichte Sträucher interessant sein.
Hagebutten als Herbstnahrung
Ab dem Spätsommer färben sich die Hagebutten rot.
Sie bleiben häufig bis in den Herbst hinein an den Zweigen.
Verschiedene Vogelarten können sie als Nahrung nutzen.
Die Früchte tragen außerdem zur Verbreitung der Samen bei.
So verbindet die Weinrose Blütennahrung im Frühsommer mit einem zusätzlichen Fruchtangebot im Herbst.
Kulturgeschichte: Die Rose mit dem Apfelduft
Der besondere Duft der Weinrose ist schon lange bekannt.
Ihr deutscher Name Apfelrose beschreibt diese Eigenschaft unmittelbar.
Auch die Bezeichnung Eglantier wird im Zusammenhang mit duftenden Wildrosen verwendet.
In der europäischen Gartenkultur wurden Wildrosen nicht nur wegen ihrer Blüten geschätzt, sondern auch wegen ihres Duftes, ihrer Früchte und ihrer natürlichen Wuchsform.
Die Weinrose besitzt dabei eine Besonderheit.
Während viele Gartenrosen vor allem durch duftende Blüten auffallen, liegt ihr charakteristisches Aroma im Laub.
In der traditionellen Nutzung wurden Hagebutten verschiedener Rosenarten zu Lebensmitteln verarbeitet.
Auch die Hagebutten der Weinrose können grundsätzlich verwendet werden, sofern die Früchte eindeutig bestimmt und sachgerecht verarbeitet werden.
Dabei müssen die harten Samen und die reizenden Härchen im Inneren berücksichtigt werden.
Für den Naturgarten liegt der besondere Wert der Weinrose jedoch nicht allein in einer möglichen Nutzung.
Sie ist ein ursprüngliches Gehölz, das den Charakter alter Heckenlandschaften bewahrt.
Verwendung im Naturgarten: Duftende Hecken und blühende Gehölzränder
Die Weinrose ist eine ausgezeichnete Wahl für sonnige Naturgärten.
Sie eignet sich sowohl als frei wachsender Einzelstrauch als auch für lockere Wildrosenhecken.
Besonders schön wirkt sie an Wegen und Sitzplätzen, wo ihr charakteristischer Blattduft wahrgenommen werden kann.
Wegen ihrer kräftigen Stacheln sollte allerdings ausreichend Abstand zu häufig genutzten Wegen eingeplant werden.
Der ideale Standort
Besonders gut eignet sich die Weinrose für:
-
Sonnige Wildgehölzhecken
-
Duftende Naturgartenbereiche
-
Kalkreiche, gut durchlässige Böden
-
Trockene bis mäßig frische Gehölzränder
-
Größere naturnahe Staudenpflanzungen
-
Vogelschutzhecken
-
Frei wachsende Wildrosengruppen
Gute Gehölzpartner
Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
Seine weißen Frühlingsblüten und roten Herbstfrüchte ergänzen die Weinrose in einer naturnahen Hecke.
Schlehe (Prunus spinosa)
Mit ihren frühen weißen Blüten verlängert sie das Blütenangebot im Frühjahr.
Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)
Sie passt gut auf sonnige, kalkhaltige Standorte und bietet zusätzliche Blüten und Früchte.
Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Seine großen Blätter und weißen Blütenstände bilden einen schönen Kontrast zur filigraneren Weinrose.
Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
Er ergänzt die Pflanzung mit weißen Blüten, dunklen Früchten und farbigen Wintertrieben.
Passende Wildstauden
Wiesensalbei (Salvia pratensis)
Seine blauvioletten Blüten passen hervorragend zu den rosafarbenen Wildrosenblüten.
Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)
Ein wertvoller Sommerblüher, dessen nektarreiche Blüten zahlreiche Insekten anziehen.
Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)
Ihre purpurroten Blüten harmonieren mit den rosafarbenen Blüten der Weinrose.
Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)
Mit seinen blauvioletten Blüten bietet er einen starken Farbkontrast und ein reiches Nahrungsangebot für Insekten.
Sand-Thymian (Thymus serpyllum)
Ein niedriger, duftender Begleiter für sonnige und magere Gartenbereiche.
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Ihre Blüten ergänzen das Nahrungsangebot bis in den Spätsommer.
So entsteht eine abwechslungsreiche Pflanzung, in der die Weinrose für Struktur, Blüten und Hagebutten sorgt, während die Wildstauden über einen langen Zeitraum Nahrung für Insekten bereitstellen.
Pflanzung und Pflege: Robust und unkompliziert
Die Weinrose ist an einem geeigneten Standort ausgesprochen pflegeleicht.
Besonders wichtig sind ausreichend Licht und ein gut durchlässiger Boden.
Während der Anwachsphase benötigt sie regelmäßig Wasser.
Bei wurzelnackten Gehölzen sollten die Wurzeln bis zur Pflanzung vor Austrocknung geschützt werden.
Nach dem Einsetzen wird die Erde gut angedrückt und gründlich gewässert.
Ist die Weinrose gut eingewurzelt, verträgt sie auf geeigneten Böden zeitweilige Trockenheit.
Eine regelmäßige Düngung ist auf ausreichend versorgten Gartenböden meist nicht notwendig.
Auch ein jährlicher starker Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Die natürliche Wuchsform entwickelt sich besonders schön, wenn der Strauch frei wachsen darf.
Bei Bedarf können einzelne ältere oder störende Triebe ausgelichtet werden.
Dabei sollte berücksichtigt werden, dass starke Rückschnitte die Blüten- und Hagebuttenbildung vorübergehend verringern.
Unser Tipp für den Naturgarten
Pflanzen Sie die Weinrose an einen sonnigen Platz, an dem ihr Laubduft zur Geltung kommt.
Ein Standort in der Nähe eines Gartenweges kann besonders reizvoll sein, solange genügend Abstand zu den bestachelten Zweigen bleibt.
Kombinieren Sie sie mit anderen heimischen Wildgehölzen und nektarreichen Wildstauden.
So entsteht eine Pflanzung, die nicht nur schön aussieht und angenehm duftet, sondern auch einen Beitrag zur Biodiversität leistet.
Fazit: Eine Wildrose für alle Sinne
Die Weinrose ist eine der besonders reizvollen heimischen Wildrosen.
Ihre rosafarbenen Blüten sind zart und natürlich.
Ihre roten Hagebutten schmücken den Herbst.
Doch ihr eigentliches Geheimnis liegt in den Blättern.
Ein leichter Kontakt genügt, und ein angenehmer Duft nach frischen Äpfeln steigt auf.
Gleichzeitig bietet die Weinrose Insekten Pollen, Vögeln Nahrung und zahlreichen kleinen Tieren geschützte Lebensräume.
Wer ihr einen sonnigen, gut durchlässigen Standort gibt, erhält eine robuste Wildrose mit einem ganz besonderen Charakter.
Weinrose. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge.
Gärtnerei & Floristik Klaus Hüskes – für Gärten, die leben.
- Gehölze
- Versand November - Februar
Wuchshöehe
Wurzelnackte Pflanzen - Kategorie NaturaDB
- Gehölze