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Frühlings-Krokus, Crocus vernus

Frühlings-Krokus, Crocus vernus

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🪴 Ideal für Balkon & Topf 🌱 Frühjahrsblüher, erste Nahrung für Insekten 🐝 Ein Magnet für Insekten 🌿 Für humusreiche, feuchte Beete ⛅ Liebt halbschattige Plätze im Garten ☀️ Liebt sonnige Standorte im Garten
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen
  • Perfekt geeignet für Kübel, Balkonkästen und Töpfe
  • Erste wichtige Nahrungsquelle im Jahr
  • Lockt Bienen, Hummeln & Co. an
  • Gedeiht optimal in nährstoffreichen Böden
  • Verträgt Licht ohne direkte Mittagssonne

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Frühlings-Krokus 'Flower Record': Kräftige Zwiebeln für leuchtend violette Frühlingsboten

Klein, rundlich und von einer papierartigen, bräunlichen Haut umhüllt liegt sie in der Hand, doch in dieser Knolle wartet schon der ganze Farbrausch des kommenden Frühlings. Aus ihr schieben sich, kaum ist der Winter im Weichen, zunächst schmale, dunkelgrüne Blätter mit feinem silbrigem Mittelstreifen empor, dann die kräftigen, becherförmigen Blüten in einem satten, leuchtenden Violett. An sonnigen Tagen öffnen sie sich weit und geben im Inneren die orangeleuchtenden Staubgefäße frei, an trüben bleiben sie geschlossen wie kleine, geschützte Kelche. Der Frühlings-Krokus (Crocus vernus 'Flower Record') gehört zu jenen Zwiebelpflanzen, die kahle Beete und Rasenflächen mit einem der frühesten und kräftigsten Farbtupfer des Jahres beleben. Diese Zwiebeln setzen Sie im Herbst, und im nächsten Frühjahr belohnen sie Sie mit einem leuchtenden Blütenteppich.

Was macht die Zwiebel des Frühlings-Krokus 'Flower Record' aus, und wie unterscheidet sie sich von anderen Krokussen? Woher stammt diese Art, und wie ehrlich lässt sie sich in einen naturnahen Garten einordnen? Welchen Wert haben ihre frühen Blüten für Wildbienen und Hummeln, und worauf kommt es beim Pflanzen der Zwiebeln im Herbst wirklich an? Diese Expertenbeschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale des Frühlings-Krokus, seine Herkunft, seine ökologische Einordnung und die beste Verwendung der Zwiebeln im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Pflanzung.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Crocus vernus 'Flower Record'
  • Deutscher Name: Frühlings-Krokus, Garten-Krokus
  • Sorte: 'Flower Record'
  • Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
  • Liefereinheit: 10 Zwiebeln (Knollen) pro Einheit (Mindestmenge)
  • Wuchshöhe: meist 10 bis 15 Zentimeter, je nach Standort
  • Blütezeit: früh, meist von März bis April, mancherorts schon ab Ende Februar
  • Blütenfarbe: kräftiges, leuchtendes Violett mit hellerem Grund und orangefarbenen Staubgefäßen
  • Blütenform: große, becherförmige Einzelblüte, an sonnigen Tagen weit geöffnet
  • Laub: schmal, dunkelgrün, mit feinem silbrig-weißem Mittelstreifen
  • Standort: vollsonnig bis licht halbschattig
  • Boden: durchlässig, humos, frisch, nicht dauerhaft nass
  • Pflanzzeit: Herbst, ab September bis November
  • Pflanztiefe: etwa 8 bis 10 Zentimeter (rund die dreifache Zwiebelhöhe)
  • Pflanzabstand: etwa 5 bis 10 Zentimeter, in Gruppen gesetzt
  • Winterhärte: sehr gut, zuverlässig frosthart
  • Verwendung: Rasen, Gehölzrand, Staudenbeet, Verwilderung, Kübel, Beetkante
  • Besonderheit: eines der frühesten Blütenangebote im Jahr; leicht zugänglicher Pollen und Nektar für Wildbienen und Hummeln an milden Frühlingstagen

Botanischer Blick: Woran man die Zwiebel des Frühlings-Krokus erkennt

Der Frühlings-Krokus ist ein ausdauerndes Zwiebelgewächs aus der Familie der Schwertliliengewächse. Ein botanischer Hinweis lohnt sich gleich zu Beginn: Streng genommen ist das, was Sie in Händen halten, keine echte Zwiebel, sondern eine Knolle, botanisch eine Sprossknolle. Anders als eine Zwiebel besteht sie nicht aus fleischigen Schuppen, sondern aus verdicktem Sprossgewebe, das von einer trockenen, netzartig-faserigen Haut umhüllt ist. Im Handel wird sie dennoch selbstverständlich als Blumenzwiebel geführt und verkauft.

Was steckt in dieser Knolle? Nichts weniger als die vollständige Anlage für Laub und Blüte des kommenden Frühjahrs, dazu ein Vorrat an Stärke, mit dem die Pflanze zeitig austreibt. Ein wichtiges Detail lohnt den genauen Blick: Nach der Blüte verbraucht sich die alte Knolle und bildet an ihrer Oberseite eine oder mehrere neue Knollen sowie zahlreiche kleine Brutknollen. Genau aus diesem Mechanismus entsteht mit den Jahren ein sich verdichtender, immer schönerer Bestand.

Das eigentliche Glanzstück entfaltet sich im Frühjahr. Aus der Knolle schieben sich zunächst schmale, dunkelgrüne Blätter mit dem für Krokusse typischen silbrig-weißen Mittelstreifen, dann die kräftige, becherförmige Blüte. Die Sorte 'Flower Record' zeichnet sich dabei durch besonders große, satt violette Blüten aus, die diese Auslese zu einer der leuchtendsten unter den Frühlings-Krokussen machen. Im Inneren sitzen die orangefarbenen Staubgefäße und der gefranste, meist gelb-orange Griffel.

Und warum öffnet sich diese Becherblüte nur bei Sonne? Hier zeigt sich eine kluge Anpassung. Der Krokus reagiert empfindlich auf Licht und Wärme: An sonnigen, milden Tagen spreizen sich die Blütenblätter weit und geben Pollen und Nektar frei, an kühlen, trüben Tagen bleiben sie geschlossen und schützen so das Innere vor Regen, Kälte und Verlust. So bleibt die Blüte auch in der wechselhaften Vorfrühlingszeit funktionsfähig und öffnet sich genau dann, wenn Bestäuber überhaupt unterwegs sind.

Herkunft und Einordnung: Eine ehrlich benannte Sorte einer europäischen Gebirgsart

Crocus vernus ist in den Gebirgsregionen Mittel- und Südeuropas beheimatet, mit Verbreitungsschwerpunkten in den Alpen, den Pyrenäen, den Apenninen und den Karpaten. Der natürliche Lebensraum sind Bergwiesen, alpine Matten, lichte Gebüschsäume und feuchte Wiesen, oft an Stellen, die im Frühjahr kurz nach der Schneeschmelze reichlich Licht und Feuchtigkeit erhalten. Dort nutzt die Pflanze das helle Frühjahrslicht, bevor Gräser und Stauden in die Höhe wachsen.

Was sagt dieser Lebensraum über den Charakter der Knolle? Einiges. Der Frühlings-Krokus ist ein typischer Frühjahrsgeophyt: Er speichert in seiner Knolle Kraft, treibt sehr zeitig aus, blüht und zieht dann bis zum Frühsommer wieder ein, um die restliche Jahreszeit unterirdisch zu überdauern. Genau dieser Rhythmus macht die Knolle robust und langlebig, verlangt aber einen Standort, der im Frühjahr frisch bleibt und im Sommer nicht in dauerhafte Nässe übergeht.

Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig. Bei 'Flower Record' handelt es sich ausdrücklich um eine benannte Gartensorte einer europäischen Gebirgsart, also um eine gärtnerische Auslese mit besonders großen, kräftig violetten Blüten, nicht um eine ungezüchtete Wildform. Die Art Crocus vernus gehört zwar zur mittel- und südeuropäischen Bergflora, ist aber im norddeutschen Tiefland kein ursprünglich heimisches Wildkraut. Diese Unterscheidung gehört zu einer redlichen Beschreibung dazu, denn sie betrifft direkt die Frage, wie „heimisch“ die Pflanze tatsächlich ist.

Genau darin liegt zugleich ihr fairer Platz im naturnahen Garten. Wer den ökologischen Wert früher Blüten schätzt, gewinnt mit diesen Knollen eine langlebige, standorttreue Frühblüherin, die im Rasen und am Gehölzrand über die Jahre verwildert. Als bewusst gewählte, gartenwürdige Ergänzung entfaltet sie ihre Wirkung besonders in Kombination mit heimischen Frühblühern und weiteren Frühjahrsgeophyten, die das frühe Nahrungsangebot verbreitern.

Ökologische Bedeutung: Frühe Nahrung, wenn kaum etwas blüht

Wer die geöffneten Krokusblüten an einem milden Vorfrühlingstag beobachtet, erkennt rasch ihren besonderen Wert. Zu einer Zeit, in der die meisten Pflanzen noch ruhen, stellen sie Pollen und Nektar bereit. Genau in dieser zeitlichen Lücke liegt ihre eigentliche ökologische Bedeutung, und gerade deshalb lohnt sich der genaue Blick auf die tatsächlichen Eigenschaften.

Was bieten die Blüten den Insekten konkret? Aus der beobachtbaren Eigenschaft „früh öffnende Becherblüte mit reichlich sichtbarem Pollen und leicht zugänglichem Nektar an sonnigen Tagen“ folgt die Funktion als frühe Nahrungsquelle. Die weit geöffnete Schale legt die orangefarbenen Staubgefäße frei und bietet eine bequeme Landefläche. Davon profitieren vor allem jene Insekten, die schon bei niedrigen Temperaturen fliegen: früh erwachte Hummelköniginnen (Bombus-Arten), die nach der Überwinterung dringend Energie und Eiweiß für die Gründung ihres Volkes suchen, dazu Honigbienen und einzelne früh aktive Wildbienen, die milde Tage für Sammelflüge nutzen.

Warum ist gerade der Pollen so wertvoll? Für Hummelköniginnen und früh sammelnde Bienen ist Pollen die entscheidende Eiweißquelle, um die erste Brut zu versorgen. Der Krokus liefert ihn in einer Jahreszeit, in der noch kaum andere Quellen zur Verfügung stehen. Der Nektar wiederum spendet die Energie, die für Flug und Wärmehaushalt bei kühlem Wetter besonders wichtig ist. Beides zusammen macht die frühe Blüte zu einem kleinen, aber gut belegten Tankstopp im Vorfrühling.

Hier ist die gebotene Zurückhaltung wichtig. An kalten, trüben Tagen bleibt die Blüte geschlossen, und dann findet kein Insektenbesuch statt. Der Frühlings-Krokus ist deshalb kein durchgehender Insektenmagnet über Wochen, sondern ein punktuelles, aber zeitlich sehr wertvolles Angebot, das genau dann greift, wenn milde Fenster im Vorfrühling auftreten. Sein Wert entsteht nicht aus der Blühdauer, sondern aus dem seltenen, frühen Zeitpunkt. Wer viele Knollen in Gruppen setzt und sie mit weiteren Frühblühern kombiniert, schafft ein zusammenhängendes, frühes Nahrungsangebot, das die kritische Zeit am Jahresanfang wirksam überbrückt. Genau deshalb lohnt sich die Mindestmenge von zehn Zwiebeln: Erst eine dichtere Pflanzung entfaltet spürbare Wirkung.

Gartenwert und Wirkung: Leuchtender Auftakt ins Gartenjahr

Manche Zwiebelblumen überzeugen durch üppige Fülle im Sommer, andere durch den bloßen Mut, als Erste zu blühen. Der Frühlings-Krokus gehört eindeutig zur zweiten Gruppe, und die Sorte 'Flower Record' setzt diesen frühen Auftritt besonders leuchtend in Szene. Ihre großen, satt violetten Becher über dem dunkelgrünen, silbrig gestreiften Laub wirken vor der noch kahlen Erde wie kleine Farbleuchten und kündigen das Ende des Winters an.

Gerade diese kräftige Farbe ist gestalterisch wertvoll. Das leuchtende Violett harmoniert wunderbar mit dem Weiß und Gelb anderer Frühblüher und lässt sich im Rasen ebenso wirkungsvoll einsetzen wie an der Beetkante oder unter Gehölzen. In lockeren Gruppen gepflanzt, entsteht mit den Jahren ein zusammenhängender, farbintensiver Teppich, der das satte Violett mit dem frischen Grün des austreibenden Frühjahrs verbindet. Und weil sich die Blüten nur bei Sonne öffnen, bringen sie ein lebendiges Spiel ins Beet: mal geschlossene Kelche, mal weit geöffnete Schalen.

Vielleicht liegt darin der besondere Reiz dieser Knollen. Sie sind für alle, die den Übergang vom Winter zum Frühling bewusst erleben und gestalten möchten. Ob im Rasen, am Gehölzrand oder zwischen später austreibenden Stauden, der Frühlings-Krokus verbindet frühen Blütenschmuck, einen leuchtenden, klar erkennbaren Auftritt und einen echten ökologischen Nutzen zu einem stimmigen Ganzen, gerade dann, wenn der Garten sonst noch ruht.

Verwendung im Garten und Naturgarten: Zwiebeln richtig setzen und verwildern lassen

Im Garten gehören die Knollen des Frühlings-Krokus an vollsonnige bis licht halbschattige Standorte mit durchlässigem, humosem und im Frühjahr frischem Boden. Dort entfalten sie ihre ganze Stärke. Besonders überzeugend wirken sie in Pflanzungen, die ihren natürlichen Standort auf lichten Bergwiesen aufgreifen, also genau dort, wo das Frühjahrslicht die Blüten erreicht, bevor Gräser und Stauden hochwachsen. In dauerhaft nassen oder tief schattigen Lagen fühlen sie sich weniger wohl.

Am schönsten kommen die Knollen in Gruppen zur Geltung. Einzeln gesetzt wirken die Blüten verloren, in dichten Trupps von zehn, zwanzig oder mehr entsteht dagegen ein geschlossenes, leuchtendes Bild. Genau hier zeigt sich der Sinn der Mindestmenge: Zehn Zwiebeln bilden eine erste, wirkungsvolle Gruppe, aus der über die Jahre durch Brutknollen und Selbstaussaat ein sich verdichtender Bestand wird. So verwildern die Krokusse und breiten sich am passenden Standort von allein aus, besonders eindrucksvoll im Rasen.

Besonders gut eignen sich die Knollen für:

  • die Verwilderung in Rasen- und Wiesenflächen für farbige Frühlingsteppiche
  • lichte Gehölz- und Strauchränder unter sommergrünen Gehölzen
  • Staudenbeete, in denen frühe Blühlücken gefüllt werden sollen
  • die Unterpflanzung von Stauden, die erst später im Jahr austreiben
  • Beetkanten, Steingärten und sonnige, durchlässige Böschungen
  • Kübel und Schalen mit durchlässigem Substrat auf Terrasse und Balkon

Wichtig bleibt dabei eines: Die Pflanzung erfolgt ausschließlich im Herbst. Ab September bis in den November hinein werden die Knollen gesetzt, damit sie vor dem Winter einwurzeln und im Vorfrühling zuverlässig austreiben. Setzen Sie die Knollen zügig nach Erhalt, denn frisch gepflanzte Krokusknollen wurzeln am besten ein, solange der Boden noch etwas Wärme hält.

So gehen Sie beim Pflanzen im Herbst vor:

  1. Pflanzzeit wählen: Setzen Sie die Knollen ab September bis November, sobald der Sommer abklingt und der Boden abkühlt. Je früher im Herbst, desto besser wurzeln sie ein.
  2. Boden vorbereiten: Lockern Sie die Erde auf und arbeiten Sie bei schwerem Boden etwas Sand und reifen Kompost ein, um Durchlässigkeit und Struktur zu verbessern.
  3. Pflanztiefe beachten: Setzen Sie die Knollen etwa 8 bis 10 Zentimeter tief, also rund die dreifache Knollenhöhe, mit der flachen Basis nach unten und der Spitze nach oben.
  4. Abstand wählen: Halten Sie etwa 5 bis 10 Zentimeter Abstand und setzen Sie die zehn Knollen in einer lockeren Gruppe statt in einer geraden Reihe, das wirkt natürlicher. Für die Verwilderung im Rasen dürfen Sie die Knollen ausstreuen und dort setzen, wo sie fallen.
  5. Andrücken und wässern: Füllen Sie die Erde auf, drücken Sie sie leicht an und gießen Sie einmal durchdringend, damit die Knollen Bodenschluss finden.

Passende Pflanzpartner: Gute Begleiter für frühe Frühlingsbilder

Die besten Pflanzpartner sind weitere Frühjahrsgeophyten und frühe Stauden, die dieselben Ansprüche an durchlässigen, frischen Boden und viel Frühjahrslicht mitbringen. In einer naturnahen Frühlingspflanzung lässt sich das leuchtende Violett des Frühlings-Krokus wunderbar mit weißen, gelben und blauen Frühblühern kombinieren, die das frühe Nahrungsangebot verbreitern und für ein lebendiges, gestaffeltes Bild sorgen.

Sehr stimmig wirken zum Beispiel:

  • Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) als heimische Art, die dem Krokus mit weißen Glocken vorausblüht und den frühen Teppich ergänzt
  • Winterling (Eranthis hyemalis) für leuchtend gelbe Blüten und frühen Pollen zur selben Zeit
  • Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) für zarte, lilafarbene Blüten, die sich besonders willig im Rasen verwildern
  • Märzenbecher (Leucojum vernum) als heimischer Frühblüher mit weißen Glocken für frische Standorte
  • Leberblümchen (Hepatica nobilis) als heimische Waldstaude für blaue Frühlingsblüten im lichten Halbschatten
  • Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) für blaue Blütenkerzen, die nahtlos an die Krokusblüte anschließen
  • Wald-Schlüsselblume (Primula elatior) als heimische Frühblüherin für gelbe Blüten und weitere Insektennahrung

Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Blühzeiten. Schneeglöckchen und Winterling machen den Anfang, der Frühlings-Krokus schließt mit kräftigem Violett an, Traubenhyazinthen und Schlüsselblumen übernehmen später. So entsteht über viele Wochen ein durchgehendes frühes Nahrungsangebot, in dem jeder Partner seinen Platz findet. Wer bewusst heimische Frühblüher dazusetzt, verbindet den leuchtenden Auftritt von 'Flower Record' mit klar heimischen Arten und gewinnt so echte ökologische Tiefe.

Der richtige Standort und die Pflanzung: Worauf es ankommt

Der Standort entscheidet weitgehend über das dauerhafte Gedeihen des Frühlings-Krokus. Ideal ist ein vollsonniger bis licht halbschattiger Platz, an dem die Knollen im zeitigen Frühjahr reichlich Licht erhalten. Gerade im Rasen und unter sommergrünen Gehölzen ist das gut zu erfüllen, denn dort scheint die Sonne, solange Gräser und Laub noch niedrig sind. Vollständig schattige Lagen unter immergrünen Gehölzen sind dagegen ungünstig, weil sich die Blüten dort kaum öffnen.

Beim Boden bevorzugen die Knollen durchlässige, humose und im Frühjahr frische Substrate. Ein Boden, der zur Wachstums- und Blütezeit gleichmäßig feucht ist, im Sommer während der Ruhezeit aber nicht in Staunässe übergeht, entspricht genau ihrem natürlichen Rhythmus auf lichten Bergwiesen. Schwere, verdichtete und dauerhaft nasse Böden sind ungeeignet, denn sie fördern das Faulen der Knollen in der Ruhephase.

Was hilft, wenn der Gartenboden zu schwer oder zu nass ist? Dann lohnt sich eine gezielte Vorbereitung. Eine Auflockerung mit Sand und reifem Kompost schafft die nötige Durchlässigkeit, und leicht erhöhte oder geneigte Pflanzbereiche sorgen dafür, dass Wasser rasch abzieht. So lässt sich der durchlässige, im Frühjahr frische Standort, den Crocus vernus von Natur aus bevorzugt, im Garten gut nachbilden.

Woran erkennt man einen guten Platz? Die Knollen treiben dort im Vorfrühling zuverlässig aus, bilden kräftiges, gestreiftes Laub und große, leuchtend violette Blüten und kehren Jahr für Jahr in wachsender Zahl wieder. Bleiben Austrieb und Blüte schwach oder faulen die Knollen, liegen die Ursachen meist bei Staunässe, zu wenig Frühjahrslicht oder einem zu schweren, zu nassen Boden.

Pflegehinweise: Wenig Aufwand nach der Pflanzung

Sind die Knollen am passenden Platz gesetzt, gehört der Frühlings-Krokus zu den pflegeleichtesten Frühblühern überhaupt. Er braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem, dass man seinen natürlichen Jahresrhythmus respektiert.

Laub einziehen lassen

Das ist der wichtigste Punkt. Nach der Blüte sammelt das Laub Kraft und füllt die Knolle für das kommende Jahr auf. Lassen Sie die Blätter deshalb unbedingt vollständig vergilben und von selbst einziehen, bevor Sie sie entfernen. Wer im Rasen verwildert, sollte mit dem ersten Mähen so lange warten, bis das Krokuslaub sichtbar vergilbt ist. Ein zu frühes Mähen oder Abschneiden schwächt die Knolle und mindert die Blüte im Folgejahr.

Staunässe vermeiden

Während der Wachstums- und Blütezeit im Vorfrühling ist der Boden meist ohnehin ausreichend feucht. In der sommerlichen Ruhezeit, wenn die Knolle unterirdisch ruht, sollte der Standort dagegen nicht dauerhaft nass sein. Ein durchlässiger Boden und ein Platz, der im Sommer natürlich abtrocknet, entsprechen diesem Bedarf am besten und beugen dem Faulen der Knollen vor.

Nicht düngen

Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht nötig. Eine dünne Schicht reifer Kompost im Herbst genügt vollkommen und versorgt die Knollen mit allem, was sie brauchen. Auf mineralische Volldünger verzichtet man am besten ganz, denn die Knollen sind an magere bis mäßig nährstoffreiche Bergwiesenböden angepasst, nicht an intensive Düngung.

Verwildern lassen

Am passenden Standort vermehrt sich der Frühlings-Krokus von allein, über seine zahlreichen Brutknollen und die Selbstaussaat. Lassen Sie die Bestände in Ruhe verwildern, dann werden sie mit den Jahren immer dichter und schöner. Werden die Horste nach vielen Jahren zu eng oder lässt die Blüte nach, können Sie die Knollennester in der Ruhezeit ausgraben, teilen und an weiteren Stellen neu setzen. So tragen Sie einen leuchtenden Frühlingsgruß Stück für Stück durch den ganzen Garten.

Fazit: Kräftige Zwiebeln für den frühen Farbrausch des Jahres

Die Knollen des Frühlings-Krokus 'Flower Record' bringen einen der frühesten und leuchtendsten Farbtupfer ins Gartenjahr. Aus jeder kräftigen Knolle wächst im Vorfrühling eine Pflanze mit dunkelgrünem, silbrig gestreiftem Laub und großen, satt violetten Becherblüten, die vor der noch kahlen Erde wie kleine Farbleuchten strahlen. Sie erhalten zehn dieser Zwiebeln pro Einheit, genug für eine erste wirkungsvolle Gruppe, die sich am passenden Standort über die Jahre zu einem dichten, violetten Teppich verwildert. Besonders im Rasen, am Gehölzrand und zwischen später austreibenden Stauden zeigen sie ihre Stärken.

Ehrlich eingeordnet handelt es sich um eine benannte Gartensorte einer mittel- und südeuropäischen Gebirgsart, nicht um eine ungezüchtete heimische Wildform, doch ihr ökologischer Wert ist glaubwürdig: An milden Vorfrühlingstagen öffnen sich die Blüten weit und bieten leicht zugänglichen Pollen und Nektar, gerade dann, wenn kaum etwas blüht, und versorgen so früh erwachte Hummelköniginnen und Bienen in einer nahrungsarmen Zeit. Setzen Sie die Knollen im Herbst ab September in einen durchlässigen, im Frühjahr frischen Boden, respektieren Sie ihren natürlichen Rhythmus mit einziehendem Laub und sommerlicher Ruh

Standort / Pflanzplatz
Balkon / Topfgeeignet
Feuchte, humusreiche Beete
Halbschattig
Sonnig
Blütezeit
Frühjahr (März bis Mai)
Ökologischer Nutzen
Insektenfreundlich
Wildbienenfreundlich
Kategorie NaturaDB
Blumenzwiebeln
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