Zypressen Wolfsmilch 'Fens Ruby' Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby'
- ✔ Ideal für magere und trockene Böden
- ✔ In Europa heimische Pflanze
- ✔ Fördert Biodiversität und Artenvielfalt in Blumenwiesen und Beeten.
- ✔ Erste wichtige Nahrungsquelle im Jahr
- ✔ Setzt dekorative Akzente im Garten
- ✔ Lockt Bienen, Hummeln & Co. an
Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby' – Zypressen-Wolfsmilch 'Fens Ruby', die strahlende Zierde für Ihren Naturgarten
Tauchen Sie ein in die Schönheit und Vielfalt der Natur! Die Zypressen-Wolfsmilch 'Fens Ruby' (Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby') verleiht Ihrem Garten oder Balkon eine elegante und lebendige Note. Ihre nadelförmigen, graugrünen Blätter, die beim Austrieb in einem faszinierenden Rotton leuchten, kombiniert mit den leuchtend gelben Hochblättern von April bis Juni, schaffen ein unvergleichliches Farbspiel. Durch ihre kompakte Wuchshöhe von 10-20 cm eignet sie sich perfekt für Steingärten, Dachbegrünungen oder als ausdrucksstarkes Element in naturnahen Beeten.
Zypressen-Wolfsmilch: Feine, nadelblättrige Polster mit gelbgrünem Frühlingsleuchten
Aus dichten, sich rasch ausbreitenden Beständen erheben sich zahlreiche schlanke Triebe, die über und über mit schmalen, nadelartigen Blättchen besetzt sind. Das feine, weiche Laub erinnert an das Grün junger Zypressen oder an einen zarten, hellgrünen Flaschenwischer. Im Frühling verwandeln sich die Triebspitzen: Leuchtend gelbgrüne Hochblätter öffnen sich zu lockeren Doldenschirmen, die später oft in warmes Orange bis Rot übergehen. Die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) gehört zu jenen genügsamen Wildstauden, die karge, sonnige Böschungen, Wegränder und Trockenrasen mit einem feinen, wolkigen Grün und einem frühen Farbtupfer beleben.
Was zeichnet Euphorbia cyparissias botanisch aus? Woher stammt die Zypressen-Wolfsmilch, und wie ehrlich lässt sie sich in einen naturnahen Garten einordnen? Welchen Wert haben ihre ungewöhnlichen Blütenstände für frühe Insekten, und worauf kommt es bei Standort, Pflege und Verwendung wirklich an? Diese Beschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale der Zypressen-Wolfsmilch, ihre Herkunft, ihre ökologische Einordnung und ihre beste Verwendung im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Kultur.
Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Botanischer Name: Euphorbia cyparissias
- Deutscher Name: Zypressen-Wolfsmilch
- Weitere Bezeichnung: Zypressenblättrige Wolfsmilch, Zypressen-Milchkraut
- Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
- Wuchshöhe: meist 15 bis 30 Zentimeter, je nach Standort
- Wuchsbreite: flächig, über kräftige unterirdische Ausläufer stark ausbreitend
- Wuchsform: niedrig, buschig, aus dicht beblätterten, aufrechten Trieben
- Lebensdauer: ausdauernd, langlebig und über Rhizome wandernd
- Blütezeit: früh, meist von April bis Juni, oft mit Nachblüte im Sommer
- Blütenfarbe: leuchtend gelbgrün durch die Hochblätter, später oft rötlich überlaufen
- Blütenstruktur: kleine, becherförmige Cyathien, umrahmt von auffälligen Hochblättern
- Laub: fein, nadelartig, hellgrün, an Zypressenzweige erinnernd
- Standort: vollsonnig
- Boden: durchlässig, mager, trocken, sandig bis kiesig, gern kalkhaltig
- Winterhärte: sehr gut, zuverlässig frosthart
- Verwendung: Trockenrasen, Böschung, Kiesbeet, Steingarten, wilde Magerflächen
- Besonderheit: heimische Wildstaude mit stark wanderndem Wuchs und giftigem Milchsaft; frühe Cyathien werden von Schwebfliegen, Fliegen und Wildbienen besucht
Botanischer Blick: Woran man die Zypressen-Wolfsmilch erkennt
Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine ausdauernde, niedrig wachsende Staude aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Aus einem weit kriechenden Rhizom treiben zahlreiche schlanke, aufrechte Stängel, die sich zu lockeren, buschigen Beständen zusammenschließen. Genau dieses unterirdische Ausläufersystem prägt ihren Charakter: Es lässt die Pflanze mit den Jahren stetig wandern und offene Flächen erobern. So entsteht kein braver Horst, sondern ein sich flächig ausdehnender Bewuchs.
Schon das Laub verrät ihren Namen und ihren Charakter. Die Blätter sind schmal, weich und nadelförmig, dicht an den Trieben angeordnet und von hellem, frischem Grün. Diese feine Belaubung erinnert tatsächlich an junge Zypressenzweige und verleiht der Pflanze eine leichte, wolkige Textur, die sich deutlich von gröberen Nachbarn abhebt. Wird ein Trieb verletzt, tritt sofort der typische weiße Milchsaft aus, ein Merkmal aller Wolfsmilcharten.
Das eigentliche Glanzstück sind jedoch die Blütenstände, und hier lohnt der genaue Blick. Was wie eine gelbgrüne Blüte aussieht, ist in Wahrheit ein raffiniertes Gebilde. Die eigentlichen Blüten sind winzig und unscheinbar, zusammengefasst in becherförmigen Blütenständen, den sogenannten Cyathien. Jedes Cyathium enthält mehrere stark reduzierte männliche Blüten und eine einzelne weibliche Blüte, dazu auffällige Nektardrüsen am Becherrand. Umgeben werden diese Becher von leuchtend gelbgrünen Hochblättern, die sich mit fortschreitender Reife oft ins Rötliche verfärben.
Und warum diese auffälligen Hochblätter rund um so kleine, versteckte Blüten? Die Antwort liegt in einer klugen Arbeitsteilung. Die winzigen Cyathien allein wären für anfliegende Insekten kaum zu erkennen. Die weithin leuchtenden Hochblätter übernehmen daher die Rolle des Schausignals und locken Bestäuber heran, während die Nektardrüsen der Cyathien offen zugängliche Nahrung bereitstellen. Form, Farbe und Bau greifen so ineinander, um früh im Jahr Insekten anzuziehen und ihnen die Nahrung leicht erreichbar zu machen.
Herkunft und Einordnung: Eine heimische Wildstaude mit wanderndem Wuchs
Euphorbia cyparissias ist in weiten Teilen Europas beheimatet und gehört in Mitteleuropa zur ursprünglich heimischen Flora. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige, trockene Magerrasen, Böschungen, Wegränder, Bahndämme, Trockenhänge und steinige, karge Flächen, oft auf kalkhaltigem Untergrund. Dort wächst sie an Standorten, an denen die Sonne brennt, Wasser rasch abfließt und Nährstoffe knapp bleiben.
Was sagt dieser Lebensraum über ihren Charakter? Einiges. Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine ausgesprochene Trocken- und Pionierpflanze. Das feine, verdunstungsarme Laub, der niedrige Wuchs und vor allem das kräftige, weit kriechende Rhizom sind Anpassungen an magere, sonnige Standorte, die sie rasch besiedeln und dauerhaft halten kann. Genau diese Eigenschaften machen sie robust gegen Hitze und Trockenheit, aber auch ausgesprochen durchsetzungsstark.
Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig, und sie fällt zweigeteilt aus. Einerseits ist die Zypressen-Wolfsmilch eine glaubwürdig heimische Wildstaude, die fest zu unseren trockenen Magerrasen-Gesellschaften gehört und eng in unsere Lebensgemeinschaften eingebunden ist. Andererseits breitet sie sich über ihre Ausläufer sehr stark aus und kann schwächere Nachbarn verdrängen. In einigen Regionen außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets, etwa in Teilen Nordamerikas, wird sie sogar als invasiv eingestuft. Wer sie pflanzt, holt sich also eine heimische, aber ausgesprochen wüchsige und wandernde Art ins Beet.
Genau darauf sollte man den Blick richten. Wer eine offene, magere Fläche zuverlässig und dauerhaft begrünen möchte, gewinnt mit der Zypressen-Wolfsmilch eine robuste, standorttreue Pionierin, die selbst schwierige Böschungen erobert. Wer dagegen ein fein austariertes Staudenbeet plant, sollte ihren Ausbreitungsdrang von Anfang an einkalkulieren und sie gezielt einsetzen oder begrenzen. Ihr Platz im Garten liegt damit klar in der wilden, robusten Magerfläche.
Ökologische Bedeutung: Früher, offen dargebotener Nektar
Wer die Zypressen-Wolfsmilch an einem sonnigen Frühlingstag beobachtet, erkennt rasch, dass an den gelbgrünen Doldenschirmen Bewegung herrscht. Der ökologische Vorgang spielt sich dabei nicht in den auffälligen Hochblättern ab, sondern in den kleinen becherförmigen Cyathien. Dort liegen die Nektardrüsen offen und gut erreichbar frei, und die leuchtenden Hochblätter lenken anfliegende Insekten zielsicher heran. Besonders wertvoll ist die frühe Blütezeit von April bis Juni, die genau dann Nahrung liefert, wenn das Angebot noch knapp ist.
Warum können diese Blütenstände so gut besucht werden? Der Schlüssel liegt im offenen, flachen Bau der Cyathien. Der Nektar liegt frei und ist nicht in einer tiefen Röhre verborgen, sodass auch kurzrüsselige Insekten mühelos daran gelangen. An den Blüten zeigen sich deshalb vor allem Schwebfliegen und andere Fliegen, dazu frühe Wildbienen und weitere Insekten, die in dieser Jahreszeit bereits aktiv sind. Gerade frisch geschlüpfte Wildbienen suchen im Frühjahr dringend Nahrung, und die offen dargebotene Nahrung kommt ihnen zur rechten Zeit entgegen.
Hier lohnt eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung. Aus der beobachtbaren Eigenschaft „offen zugängliche Nektardrüsen unter weithin sichtbaren Hochblättern zu einer frühen, oft nahrungsarmen Jahreszeit“ folgt konkret, dass die Zypressen-Wolfsmilch frühen Schwebfliegen, Fliegen und Wildbienen ein gut erreichbares Nahrungsangebot bietet. Als heimische Art ist dieser Nahrungswert glaubwürdig in unsere regionalen Nahrungsnetze eingebunden. Welche einzelnen Insektenarten sie im Garten tatsächlich aufsuchen, hängt von Lage und Umgebung ab und lässt sich nicht pauschal beziffern, hier ist die gebotene Zurückhaltung angebracht.
Und damit ist der ökologische Beitrag noch nicht erschöpft. Wolfsmilcharten dienen zudem einzelnen spezialisierten Schmetterlingsraupen als Futterpflanze, die den giftigen Milchsaft vertragen. Genau diese Ehrlichkeit macht die Einordnung belastbar: Die Zypressen-Wolfsmilch ist an ihrem passenden Platz ein zuverlässiger, früh verfügbarer Nektarpunkt und ein Baustein im Trockenrasen-Lebensraum. Wer sie mit weiteren heimischen Magerrasen-Arten kombiniert, gewinnt echte ökologische Tiefe und schließt eine Lücke im frühen Nahrungsangebot, ohne ihren Beitrag übertreiben zu müssen.
Gartenwert und Wirkung: Feine Textur und frühes Gelbgrün
Manche Stauden überzeugen durch große Blüten, andere durch Textur und flächige Wirkung. Die Zypressen-Wolfsmilch gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Ihr feines, nadelartiges Laub bildet einen weichen, hellgrünen Teppich, der sich mit seiner luftigen Struktur deutlich von gröberen Nachbarn abhebt. Im Frühling überzieht sich dieser Teppich mit gelbgrünen Doldenschirmen, die einen der ersten frischen Farbakzente des Gartenjahres setzen.
Gerade diese Kombination aus feiner Textur und frühem Gelbgrün ist gestalterisch wertvoll. Das helle Grün harmoniert wunderbar mit dem Blau und Violett früher Trockenstauden, mit Silberlaub und mit dem Grau von Fels und Kies. Wenn sich die Hochblätter später ins Rötliche verfärben, kommt ein zweiter, wärmerer Farbton hinzu. Selbst außerhalb der Blüte bleibt die wolkige, zypressenartige Belaubung ein reizvolles Strukturelement, das der Pflanzung Leichtigkeit gibt.
Vielleicht liegt darin ihr besonderer Reiz. Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine Pflanze für jene, die naturnahe, robuste Trockenflächen schätzen und offene, magere Bereiche mit feiner Struktur beleben möchten. Ob auf einer sonnigen Böschung, in einem mineralischen Kiesbeet oder in einer wilden Magerfläche, sie verbindet feine Textur, frühe Farbe und einen echten Beitrag für frühe Insekten zu einem stimmigen Ganzen, sofern man ihren Ausbreitungsdrang bewusst einplant.
Verwendung im Garten und Naturgarten: Robuste Pionierin für magere Flächen
Im Garten gehört die Zypressen-Wolfsmilch an vollsonnige, sehr gut durchlässige Standorte mit magerem, trockenem und gern kalkhaltigem Boden. Dort entfaltet sie ihre ganze Stärke. Besonders überzeugend wirkt sie in Pflanzungen, die ihren natürlichen Magerrasen-Standort aufgreifen, also genau dort, wo Wasser rasch abzieht, viel Sonne herrscht und der Untergrund karg bleibt. In fetten, feuchten oder schattigen Lagen bleibt sie schwächer, breitet sich dafür aber auf mageren Flächen umso williger aus.
Ein Hinweis ist jedoch entscheidend: ihr stark wandernder Wuchs. Über ihre kräftigen Ausläufer erobert die Zypressen-Wolfsmilch mit den Jahren beträchtliche Flächen und kann schwächere Nachbarn verdrängen. Am besten setzt man sie deshalb dorthin, wo sie sich ausbreiten darf, oder begrenzt sie gezielt mit einer Wurzelsperre.
Besonders gut eignet sie sich für:
- sonnige, magere Böschungen und Trockenhänge zur flächigen Begrünung
- naturnahe Trockenrasen und wilde Magerflächen
- mineralische Kiesbeete und Splittflächen in voller Sonne
- schwierige, karge Standorte, an denen andere Pflanzen versagen
- die Kultur in Kübeln oder eingegrabenen Rhizomsperren zur Begrenzung
- gemischte Trockenpflanzungen mit konkurrenzstarken Magerrasen-Arten
Wichtig bleibt dabei eines: Planen Sie den Platzbedarf großzügig oder setzen Sie eine Wurzelsperre. Eine in den Boden eingelassene, ausreichend tiefe Rhizomsperre oder die Pflanzung in ein bodenloses Gefäß hält die Ausläufer zuverlässig in Schach. So genießen Sie die feine Struktur und den frühen Insektenwert, ohne die Kontrolle über das Beet zu verlieren. Genau dieser bewusste, gestaltende Umgang steht hinter Gärten, die leben.
Passende Pflanzpartner: Konkurrenzstarke Begleiter für magere Trockenflächen
Die besten Pflanzpartner sind heimische Trocken- und Magerrasen-Arten, die dem Ausbreitungsdrang der Zypressen-Wolfsmilch standhalten und dieselben Ansprüche an Sonne, scharfe Drainage und mageren Boden mitbringen. In einer robusten Trockenpflanzung lässt sich das feine Gelbgrün wunderbar mit kräftigen Blütenfarben und weiteren Strukturpflanzen kombinieren, die dem wüchsigen Charakter gewachsen sind.
Sehr stimmig wirken zum Beispiel:
- Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) als heimischer Magerrasen-Begleiter mit purpurroten Blüten und hohem Insektenwert
- Sand-Thymian (Thymus serpyllum) als heimischer, duftender Halbstrauch für aromatische Teppiche und reichen Bienenflor
- Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) als heimische Art für blauviolette Kerzen und langen Bienenflor
- Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) für kräftige, schmetterlingsreiche Blütenköpfe auf magerem Grund
- Berg-Lauch (Allium senescens subsp. montanum) für späte, nektarreiche Blütenkugeln im Hochsommer
- Schaf-Schwingel (Festuca ovina) für ruhige, silbrig-grüne Gräserstruktur, die sich gegen die Ausläufer behauptet
- Küchen-Schelle (Pulsatilla vulgaris) als heimische Frühblüherin mit violetten Blüten und hohem Insektenwert
Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Farben und Formen und vom klugen Umgang mit der Wüchsigkeit. Das feine Gelbgrün der Wolfsmilch trifft auf purpurne Nelken, blauen Salbei und feine Gräser und ergibt ein lebendiges, naturnahes Bild trockener Magerflächen. Wer robuste, konkurrenzstarke Partner wählt, gewinnt eine dauerhaft stabile Pflanzung, in der die Zypressen-Wolfsmilch ihren Platz behauptet, ohne alles zu überwuchern, und in der das Nahrungsangebot der Arten sinnvoll ineinandergreift.
Der richtige Standort: Was Euphorbia cyparissias wirklich braucht
Der Standort entscheidet bei der Zypressen-Wolfsmilch über Wuchskraft, Blühfreude und Ausbreitungstempo. Volle Sonne ist der wichtigste Faktor. An hellen, warmen Plätzen bleibt sie kompakt, bildet dichte, feine Bestände und blüht am reichsten. Halbschatten wird noch vertragen, führt aber zu lockererem Wuchs und spärlicherer Blüte. Zu dichter, dauerhafter Schatten schwächt die Pflanze spürbar.
Beim Boden liebt die Zypressen-Wolfsmilch durchlässige, magere und trockene Substrate. Sandige, kiesige bis steinige Böden mit geringem Nährstoffgehalt sind ideal, gern mit etwas Kalk. Schwere, verdichtete und dauerhaft feuchte Böden sind weniger geeignet, denn Staunässe verträgt sie schlecht. Interessant ist: Auf mageren Böden bleibt sie oft kompakter, während sie auf lockerem, gut durchwurzelbarem Grund besonders zügig wandert.
Was hilft, wenn man die Ausbreitung im Zaum halten möchte? Ein magerer, fester Standort bremst die Wüchsigkeit spürbar, ganz ohne die feine Wirkung aufzugeben. Wer dagegen eine rasche, flächige Begrünung einer kargen Böschung wünscht, bietet ihr genau den mageren, sonnigen Platz, den sie liebt, und lässt sie gewähren. So lässt sich der sonnige Magerstandort, den Euphorbia cyparissias von Natur aus bevorzugt, im Garten gezielt nutzen oder bewusst begrenzen.
Woran erkennt man einen guten Platz? Die Zypressen-Wolfsmilch bildet dort dichte, frischgrüne, feinnadelige Bestände, treibt im Frühjahr zügig aus und überzieht sich zuverlässig mit gelbgrünen Doldenschirmen. Bleibt sie lückig, kümmert sie oder blüht sie nur spärlich, fehlt es meist an Licht oder der Boden ist zu schwer und zu feucht.
Pflegehinweise: Wenig Aufwand, aber Ausbreitung und Milchsaft im Blick
Steht die Zypressen-Wolfsmilch am passenden Platz, gehört sie zu den pflegeleichtesten und robustesten Stauden überhaupt. Sie braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem zwei aufmerksame Punkte: die Steuerung ihrer Ausbreitung und den sicheren Umgang mit ihrem giftigen Milchsaft.
Vorsicht mit dem giftigen Milchsaft
Das ist der wichtigste Sicherheitshinweis. Alle Pflanzenteile enthalten einen weißen Milchsaft, der giftig ist und Haut, Augen und Schleimhäute deutlich reizen kann. Tragen Sie bei jedem Schnitt und beim Teilen unbedingt Handschuhe, vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen und waschen Sie sich anschließend gründlich die Hände. In Gärten mit kleinen Kindern platziert man die Pflanze am besten dort, wo sie nicht zum Anfassen einlädt.
Ausbreitung steuern
Die kräftigen Ausläufer wandern zügig durch lockeren Boden. Wer die Pflanze eingrenzen will, setzt beim Pflanzen eine ausreichend tiefe Rhizomsperre oder kultiviert sie in einem bodenlosen Gefäß. Ein- bis zweimal im Jahr lohnt es sich, vorwitzige Ausläufer am Rand abzustechen und mit Handschuhen zu entfernen, um den Bestand in Form zu halten.
Gießen und düngen
Einmal etabliert, ist die Zypressen-Wolfsmilch anspruchslos und kommt mit natürlichem Niederschlag bestens aus. Zusätzliches Wässern ist selten nötig. Auf Düngung verzichtet man am besten ganz, denn zu viele Nährstoffe fördern weiches Wachstum und heizen die Ausbreitung zusätzlich an. Der magere Stand kommt dieser Trockenpflanze deutlich mehr entgegen.
Rückschnitt und Nachblüte
Ein Rückschnitt der verblühten Triebe nach der ersten Blüte hält die Pflanze frisch und regt häufig eine zweite, lockere Blüte im Sommer an. Auch hier gilt: mit Handschuhen arbeiten. Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr schneidet man abgestorbene Triebe zurück, um Platz für den frischen Austrieb zu schaffen.
Vermehrung
Vermehren lässt sich die Zypressen-Wolfsmilch denkbar einfach über die Teilung bewurzelter Rhizomstücke im Frühjahr oder Herbst. Da sie sich ohnehin zügig ausbreitet, gewinnt man oft ganz von allein junge Pflanzen für weitere magere Flächen. Auch hier bleibt der vorsichtige Umgang mit dem Milchsaft wichtig.
Fazit: Robuste heimische Trockenpflanze mit frühem Insektenwert
Die Zypressen-Wolfsmilch ist eine ausdauernde, robuste und wüchsige Wildstaude für vollsonnige, sehr durchlässige, magere und trockene Standorte. Mit ihrem feinen, nadelartigen Laub, den gelbgrünen Doldenschirmen und ihrer frühen Blütezeit von April bis Juni bringt Euphorbia cyparissias eine luftige Struktur und einen der ersten Farbtupfer des Gartenjahres auf kargen Grund. Besonders auf mageren Böschungen, in Trockenrasen und in mineralischen Kiesbeeten zeigt sie ihre Stärken, gerade dort, wo viele andere Pflanzen an Hitze, Trockenheit und magerem Untergrund scheitern.
Ehrlich eingeordnet ist sie eine in Mitteleuropa heimische Wildstaude trockener Magerrasen und damit glaubwürdig in unsere regionalen Nahrungsnetze eingebunden, zugleich aber eine ausgesprochen durchsetzungsstarke Art mit stark wanderndem Wuchs, die in manchen Gebieten außerhalb ihres Ursprungsgebiets als invasiv gilt. Ihre offenen Cyathien bieten unter den auffälligen Hochblättern früh im Jahr gut zugänglichen Nektar und werden von Schwebfliegen, Fliegen und frühen Wildbienen besucht. Ein Hinweis bleibt zentral: Ihr weißer Milchsaft ist giftig und kann Haut und Schleimhäute reizen. Wer ihr einen mageren, sonnigen Platz gibt, ihren Ausbreitungsdrang von Anfang an einplant und sie bei Bedarf mit einer Rhizomsperre begrenzt, gewinnt eine pflegeleichte, langlebige Pflanze, die feine Gartenwirkung und einen echten frühen Beitrag für Insekten verbindet. Setzen Sie sie bewusst auf eine magere, sonnige Fläche und kombinieren Sie sie mit konkurrenzstarken, heimischen Magerrasen-Arten für ein stimmiges, dauerhaftes Bild.
Zypressen-Wolfsmilch. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.
- Standort / Pflanzplatz
- Blumenwiese
Sonnig
trocken/ nährstoffarm - Blütezeit
- Frühjahr (März bis Mai)
- Nutzung durch den Menschen
- Rein zur Zierde
- Ökologischer Nutzen
- Insektenfreundlich
- allgemein
- Heimat Europa
Sorte einer heimischen Art