Schafgarbe, „Colorado“ (Achillea millifolium) – Pflanze (Produktfoto)
Schafgarbe, „Colorado“ (Achillea millifolium) – Pflanze (Produktfoto)

Schafgarbe, Achillea millifolium „Colorado“

3,70 €
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🪴 Ideal für Balkon & Topf 🌼 Sommer ist ihre Hauptblütezeit 🍴 Essbar & vielseitig verwendbar 🐝 Ein Magnet für Insekten 🌱 Sorte einer heimischen Wildstaude ⛅ Liebt halbschattige Plätze im Garten
  • Bedingt trittfest für naturnahe Flächen
  • Gedeiht optimal an sonnenreichen Standorten.
  • Ideal für magere und trockene Böden
  • Eine traditionelle Heilpflanze in der Volksmedizin.
  • Wichtige Nahrungsquelle für Falter
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen

Achillea millifolium 'Colorado': Eine farbenfrohe, insektenfreundliche Bereicherung für jeden Garten. "Achillea millefolium 'Colorado' ". "Colorado Schafgarbe Pflanzen", "Sommerblühende Achillea millefolium", "Schmetterlingsfreundlich'",

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Schafgarbe 'Colorado': Farbenfrohe Doldenteppiche für sonnige, magere Beete

Über fein gefiederten, aromatisch duftenden Blättern erheben sich im Sommer feste, aufrechte Stängel, die sich oben zu breiten, flachen Blütentellern öffnen. Auf jedem dieser Schirme drängen sich zahlreiche kleine Körbchen dicht beieinander, jedes wiederum aus winzigen Rand- und Röhrenblüten aufgebaut. Das Besondere an der Sorte 'Colorado': Ihre Farbpalette reicht von zartem Rosa über warmes Lachs bis zu kräftigem Rot und weichem Gelb, sodass ein einziger Bestand wie eine sonnengewärmte Wiese in vielen Tönen wirkt. Die Schafgarbe 'Colorado' (Achillea millefolium 'Colorado') gehört zu jenen Stauden, die karge, sonnige Flächen mit Farbe und einem regen Insektentreiben beleben.

Was zeichnet Achillea millefolium 'Colorado' botanisch aus? Woher stammt die Schafgarbe, und wie ehrlich lässt sich diese Sorte in einen naturnahen Garten einordnen? Welchen Wert haben ihre offenen Doldenkörbe für besuchende Insekten, und worauf kommt es bei Standort, Pflege und Verwendung wirklich an? Diese Expertenbeschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale der Schafgarbe 'Colorado', ihre Herkunft, ihre ökologische Einordnung und ihre beste Verwendung im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Kultur.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Achillea millefolium 'Colorado'
  • Deutscher Name: Schafgarbe 'Colorado', Gemeine Schafgarbe
  • Weitere Bezeichnung: Wiesen-Schafgarbe, Tausendblatt (für die Art)
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Wuchshöhe: meist 50 bis 70 Zentimeter, je nach Standort
  • Wuchsbreite: etwa 40 bis 50 Zentimeter, horstig, über kurze Ausläufer ausbreitend
  • Wuchsform: aufrecht, straff, mit fein gefiedertem Laub aus grundständigen Rosetten
  • Lebensdauer: ausdauernd, bei passendem Stand langlebig
  • Blütezeit: meist von Juni bis September, oft mit Nachblüte
  • Blütenfarbe: gemischt, von Rosa über Lachs und Rot bis Gelb, mit der Zeit oft verblassend
  • Blütenform: breite, flache Schirmrispen aus vielen kleinen, offenen Körbchen
  • Standort: vollsonnig
  • Boden: durchlässig, mager bis mäßig nährstoffreich, trocken bis frisch
  • Winterhärte: sehr gut, zuverlässig frosthart
  • Verwendung: Staudenbeet, Kiesbeet, Blumenwiese, Präriepflanzung, Beetkante, Schnittblume
  • Besonderheit: farbenfrohe Zuchtsorte der heimischen Schafgarbe, deren offene Blüten Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge anziehen

Botanischer Blick: Woran man die Schafgarbe 'Colorado' erkennt

Die Schafgarbe 'Colorado' ist eine ausdauernde, aufrecht wachsende Staude aus der Familie der Korbblütler. Aus einem kriechenden Wurzelstock mit kurzen Ausläufern treiben grundständige Blattrosetten, über denen sich später die festen, straff aufrechten Blütenstängel erheben. So entsteht mit den Jahren ein lockerer, flächiger Bestand, der offene Stellen füllt, dabei aber weniger stark wandert als die reine Wildart.

Schon das Laub verrät ihren Charakter und gibt der Art ihren botanischen Namen. Die Blätter sind lang, schmal und mehrfach fein gefiedert, sodass jedes Blatt wie aus tausend winzigen Federchen zusammengesetzt wirkt – daher millefolium, das Tausendblättrige. Zerreibt man sie, tritt ein würziger, leicht herber Duft hervor. Diese feine, oft leicht behaarte Belaubung ist eine klare Anpassung an sonnige, trockene Standorte und verleiht der Pflanze auch außerhalb der Blüte eine ruhige Struktur.

Das eigentliche Glanzstück sind jedoch die Blüten. An den Triebspitzen sitzen breite, flache Schirmrispen, auf denen sich zahlreiche kleine Körbchen dicht zusammendrängen. Jedes Körbchen ist selbst wieder ein winziger Blütenstand aus einem Kranz kurzer Zungenblüten und einer Mitte aus dicht gepackten Röhrenblüten. Bei 'Colorado' schimmern diese Körbchen in gemischten Tönen – von Rosa über Lachs und Rot bis Gelb –, die mit fortschreitender Blüte oft sanft verblassen. Nach der Blüte reifen daraus kleine, trockene Früchtchen.

Und warum diese flache, tellerförmige Anordnung vieler kleiner, offener Blüten? Hier lohnt der genaue Blick. Der breite Schirm bietet anfliegenden Insekten eine bequeme Landefläche, und die dicht gepackten Körbchen bündeln zahlreiche offen zugängliche Nektar- und Pollenquellen auf engstem Raum. Ein Besucher kann so von Körbchen zu Körbchen laufen, ohne den Blütenteller zu verlassen. Form und Bau greifen ineinander, um Bestäuber effizient zu versorgen.

Herkunft und Einordnung: Eine Zuchtsorte der heimischen Wiesen-Schafgarbe

Die Art Achillea millefolium, die Gemeine oder Wiesen-Schafgarbe, ist in weiten Teilen Europas und Asiens beheimatet und gehört in Mitteleuropa zur ursprünglich heimischen Flora. Ihr natürlicher Lebensraum sind Wiesen, Weiden, Wegränder, Böschungen und magere Trockenrasen, wo sie auf sonnigen, durchlässigen Böden mit oft knapper Nährstoffversorgung wächst. Sie ist eine der vertrautesten Wildpflanzen unserer offenen Landschaften.

Was sagt dieser Lebensraum über ihren Charakter? Einiges. Die Schafgarbe ist eine ausgesprochen anpassungsfähige, sonnenliebende Wiesenpflanze mit hoher Trockenheitsverträglichkeit. Das fein gefiederte Laub, die tief reichenden Wurzeln und der straffe Wuchs sind Anpassungen an sonnige, magere Standorte, an denen Wasser rasch abfließt. Genau diese Eigenschaften machen sie robust gegen Hitze und Trockenheit, aber empfindlich gegen dauerhafte Nässe und stark gedüngten, fetten Boden.

Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig. 'Colorado' ist nicht die Wildart selbst, sondern eine gärtnerische Zuchtsorte der heimischen Schafgarbe, ausgelesen auf ihre bunte Farbmischung aus Rosa, Lachs, Rot und Gelb. Die botanische Grundlage ist eine heimische Art, die Blütenfarben jedoch sind das Ergebnis gezielter Selektion und gehen über das schlichte Weiß bis Blassrosa der Wildform hinaus. Wer eine zweifelsfrei ursprüngliche Wildpflanze mit regionaler Herkunft sucht, greift zur reinen Wildart; wer Farbe und zugleich einen glaubwürdigen Insektenwert möchte, findet in 'Colorado' einen guten Kompromiss.

Genau darin liegt ihr Reiz für den Garten. Entscheidend für den ökologischen Nutzen ist bei Schafgarben, dass die Blüten offen und gut zugänglich bleiben, und das ist bei 'Colorado' der Fall. Anders als stark gefüllte Ziersorten, deren Blüten für Insekten oft verschlossen sind, behält 'Colorado' den offenen, einfachen Doldenbau der Art. Sie fügt sich damit in sonnige, magere Gartenbereiche wie eine farbige Verwandte der vertrauten Wiesen-Schafgarbe ein.

Ökologische Bedeutung: Offene Doldenkörbe als gut belegte Nahrungsquelle

Wer die Schafgarbe 'Colorado' an einem sonnigen Julitag beobachtet, erkennt rasch ihren Wert für Insekten. Auf den flachen Blütenschirmen herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Ihre zahlreichen kleinen Körbchen stellen Pollen und Nektar offen und leicht zugänglich bereit, sodass die Nahrung ohne Umwege erreichbar ist. Von Juni bis September liefert die Pflanze über viele Wochen ein verlässliches Angebot, gerade in der hochsommerlichen, oft blütenärmeren Zeit an trockenen Standorten.

Warum werden diese Blüten so gern besucht? Der Schlüssel liegt in Blütenbau und Blühdauer. Die flach gebauten, weit offenen Körbchen mit ihren frei zugänglichen Röhrenblüten sind besonders für Insekten mit kurzem Rüssel gut geeignet. An den Dolden zeigen sich deshalb verschiedene Wildbienen, dazu zahlreiche Schwebfliegen, kleinere Käfer und immer wieder Tagfalter, denen der breite Schirm als bequeme Landeplattform dient. Der frei liegende Pollen ist eine wichtige Eiweißquelle, die pollensammelnde Wildbienen für ihre Brut nutzen, während der Nektar Energie liefert.

Hier lohnt eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung. Aus der beobachtbaren Eigenschaft „viele offen zugängliche Blüten in flachen Dolden über eine lange Blütezeit“ folgt konkret, dass die Schafgarbe einem breiten Spektrum besuchender Insekten Nahrung bietet. Der ökologische Wert offener Schafgarbenblüten ist dabei gut dokumentiert: Die Wiesen-Schafgarbe gilt als verlässliche Pollen- und Nektarpflanze für zahlreiche Insektengruppen. Da 'Colorado' den offenen Blütenbau der Art bewahrt, überträgt sich dieser Nutzen glaubwürdig auf die Sorte. Welche einzelnen Wildbienenarten in welchem Umfang profitieren, hängt vom Standort ab, hier ist die gebotene Zurückhaltung angebracht.

Die Schafgarbe 'Colorado' ist an ihrem passenden Platz ein zuverlässiger, lang blühender Pollen- und Nektarpunkt, der besonders im Hochsommer wertvoll wird, wenn auf trockenem, magerem Grund sonst wenig blüht. Wer sie mit heimischen Trocken- und Magerrasen-Arten sowie der reinen Wildart kombiniert, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot, in dem sich ihre offenen, insektenfreundlichen Dolden sinnvoll einfügen.

Gartenwert und Wirkung: Warme Farbtöne in flacher, wiesenhafter Struktur

Manche Stauden überzeugen durch einzelne große Blüten, andere durch flächige, farbige Wirkung. Die Schafgarbe 'Colorado' gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Ihre breiten, flachen Blütenschirme in Rosa, Lachs, Rot und Gelb legen sich wie ein sanft gewelltes Farbband über das feine, graugrüne Laub und geben Beeten und Wiesen eine natürliche, sommerliche Anmutung. Zwischen aufrechten Gräsern und schlanken Blütenkerzen wirkt sie als ruhige, horizontale Fläche.

Gerade diese Farbmischung ist gestalterisch reizvoll. Weil die Töne mit der Zeit verblassen, steht ein Bestand oft in mehreren Nuancen zugleich, von frischem Rot bis zu verwaschenem Altrosa. Das ergibt ein lebendiges, changierendes Bild, das sich mühelos mit dem Blauviolett vieler Trockenstauden, mit Weiß und mit Silberlaub verbindet. Die flache Blütenform schafft einen schönen Kontrast zu vertikalen Partnern und gibt gemischten Pflanzungen Halt und Rhythmus.

Vielleicht liegt darin ihr besonderer Reiz. Die Schafgarbe 'Colorado' ist eine Pflanze für jene, die naturnahe, farbige Sommerbilder schätzen und sonnige Beete lebendig gestalten möchten. Ob im Kiesbeet, in einer Präriepflanzung oder als farbstarke Beetkante, sie verbindet warme Farbe, feine Struktur, lange Blütezeit und ein reges Insektentreiben zu einem stimmigen Ganzen. Auch als lang haltbare Schnitt- und Trockenblume ist sie beliebt.

Verwendung im Garten und Naturgarten: Farbstarke Trockenkünstlerin mit Insektenwert

Im Garten gehört die Schafgarbe 'Colorado' an vollsonnige, gut durchlässige Standorte mit magerem bis mäßig nährstoffreichem, trockenem bis frischem Boden. Dort entfaltet sie ihre ganze Stärke. Besonders überzeugend wirkt sie in Pflanzungen, die an sonnige Wiesen, Prärien und Trockenrasen erinnern, also an jene Lebensräume, aus denen die Art stammt. In fetten, feuchten oder schattigen Lagen wächst sie weich, fällt auseinander und blüht schwächer.

Am schönsten kommt sie in kleinen bis größeren Gruppen zur Geltung. Einzeln gesetzt wirkt sie als farbiger Akzent, in Trupps entsteht ein zusammenhängendes, mehrfarbiges Blütenband. Über ihre kurzen Ausläufer breitet sie sich mit den Jahren behutsam aus und schließt offene Stellen, ohne rasch zu wuchern. So entsteht ein lebendiger, sich weitgehend selbst tragender Bestand.

Besonders gut eignet sie sich für:

  • sonnige Staudenbeete und farbstarke Beetkanten
  • magere Blumenwiesen und wiesenartige Pflanzungen
  • Prärie- und Steppenbeete mit Gräsern und Sommerstauden
  • durchlässige Kiesbeete auf magerem Grund
  • warme, trockene Böschungen und Hänge
  • die gezielte Anzucht für Schnitt- und Trockensträuße

Wichtig bleibt dabei eines: Die Schafgarbe 'Colorado' braucht Sonne und einen nicht zu fetten, durchlässigen Boden. In stark gedüngten Lagen wird sie weich und neigt zum Umkippen. Wer ihr einen mageren bis mäßig nährstoffreichen, sonnigen und durchlässigen Platz gibt und sie mit heimischen Trocken- und Wiesenstauden kombiniert, verbindet farbige Gartenwirkung mit einem glaubwürdigen Beitrag für besuchende Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Genau dieser Gedanke steht hinter Gärten, die leben.

Passende Pflanzpartner: Gute Begleiter für sonnige, magere Standorte

Die besten Pflanzpartner sind heimische Wiesen- und Trockenrasen-Arten sowie sonnenliebende Präriestauden, die dieselben Ansprüche an Sonne, durchlässigen Boden und mäßige Nährstoffversorgung mitbringen. In einer sonnigen Pflanzung lassen sich die warmen Farbtöne von 'Colorado' wunderbar mit blauvioletten, weißen und silbrigen Begleitern kombinieren, die das Insektenangebot ergänzen und für gestalterische Spannung sorgen.

Sehr stimmig wirken zum Beispiel:

  • Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) für dichte, blauviolette Ähren als kühler Kontrast zu Rosa und Rot
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium, Wildform) als heimische Art für weißen Doldenflor und zusätzlichen Insektenwert
  • Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) als heimische Art für blauviolette Kerzen und langen Bienenflor
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) für kräftige, schmetterlingsreiche Blütenköpfe auf magerem Grund
  • Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) als heimischer Magerrasen-Begleiter mit purpurroten Akzenten
  • Rutenhirse (Panicum virgatum) für aufrechte, luftige Gräserstruktur als vertikaler Gegenpol
  • Schaf-Schwingel (Festuca ovina) für ruhige, silbrig-grüne Struktur zwischen den flachen Dolden

Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Farben und Formen. Die warmen, flachen Dolden der Schafgarbe treffen auf blaue Salbeikerzen, purpurne Nelken und feine Gräser und ergeben ein lebendiges, wiesenhaftes Bild sonniger Sommerflächen. Wer konsequent heimische Wiesen- und Trockenrasen-Arten einplant, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot vom Frühsommer bis in den Spätsommer, in dem jeder Partner seinen Platz findet.

Der richtige Standort: Was Achillea millefolium 'Colorado' wirklich braucht

Der Standort entscheidet bei der Schafgarbe 'Colorado' weitgehend über Wuchs, Blühfreude und Standfestigkeit. Volle Sonne ist der wichtigste Faktor. An hellen, warmen Plätzen bleibt sie standfest, blüht reich und entwickelt die kräftigsten Farben. Halbschatten wird kaum vertragen und führt zu lockerem, weichem Wuchs, blasseren Blüten und umkippenden Stängeln. Je sonniger der Platz, desto besser gedeiht diese Wiesenstaude.

Beim Boden liebt die Schafgarbe durchlässige, magere bis mäßig nährstoffreiche Substrate. Sandige, kiesige bis lehmige Böden mit maßvoller Nährstoffversorgung sind ideal. Schwere, verdichtete und dauerhaft feuchte Böden sind ungeeignet, denn Staunässe, besonders im Winter, gehört zu den häufigsten Ausfallursachen. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, instabiles Wachstum, lassen die Stängel auseinanderfallen und mindern die Standfestigkeit.

Was hilft, wenn der Gartenboden zu schwer oder zu fett ist? Dann lohnt sich eine gezielte Vorbereitung. Eine tiefe Auflockerung mit Sand und feinem Kies schafft die nötige Durchlässigkeit, und der Verzicht auf Düngung hält die Pflanze standfest. Auch leicht erhöhte oder geneigte Pflanzbereiche sind günstig, weil das Wasser dort rasch abzieht. So lässt sich der sonnige, mäßig magere Wiesenstandort, den die Schafgarbe bevorzugt, im Garten gut nachbilden.

Woran erkennt man einen guten Platz? Die Schafgarbe 'Colorado' bildet dort feste, standfeste Horste, treibt aufrechte, gut verzweigte Blütenstängel und überzieht sich über viele Wochen mit farbigen, von Insekten besuchten Dolden. Bleibt sie schwach, kippt sie bei Regen um oder blüht sie nur spärlich, stimmt meist das Zusammenspiel aus Licht, Bodendurchlässigkeit und Nährstoffangebot nicht.

Pflegehinweise: Wenig Aufwand, aber die richtigen Bedingungen

Steht die Schafgarbe 'Colorado' am passenden Platz, gehört sie zu den pflegeleichten und dankbaren Sommerstauden. Sie braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem einen sonnigen, nicht zu fetten Stand und den richtigen Umgang mit Feuchtigkeit und Nährstoffen.

Staunässe vermeiden

Das ist ein wichtiger Punkt. Vor allem winterliche Nässe lässt den Wurzelgrund leicht faulen. Wer schwere Böden hat, sollte vor der Pflanzung mit Sand und grobem Kies für besseren Wasserabzug sorgen. Einmal etabliert, kommt die Schafgarbe dank ihrer tiefen Wurzeln mit Trockenheit hervorragend zurecht und benötigt kaum Bewässerung.

Kaum düngen

Auf Düngung verzichtet man am besten weitgehend. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, instabiles Wachstum, lassen die Stängel umkippen und mindern die Blühfreude. Der magere bis mäßig nährstoffreiche Stand kommt dieser Wiesenstaude deutlich mehr entgegen und erhält ihren standfesten, klaren Wuchs.

Rückschnitt für Nachblüte

Ein Rückschnitt der verblühten Dolden hält die Pflanze gepflegt und regt häufig eine zweite Blüte an, die das Nahrungsangebot für Insekten bis in den Spätsommer verlängert. Wer einige Fruchtstände stehen lässt, ermöglicht eine begrenzte Selbstaussaat und bringt zugleich Struktur in den Herbst- und Wintergarten.

Ausbreitung steuern

Über ihre kurzen Ausläufer breitet sich die Schafgarbe mit den Jahren behutsam aus. In naturnahen Beeten und Wiesen ist das erwünscht. Wo sie sich zu weit ausdehnt, lässt sie sich durch das Abstechen von Ausläufern und rechtzeitiges Entfernen verblühter Dolden leicht in Schach halten.

Vermehrung und Verjüngung

Vermehren lässt sich die Schafgarbe unkompliziert über die Teilung kräftiger Horste im Frühjahr oder Herbst. Das hält die Bestände vital und blühfreudig und liefert zugleich neue Pflanzen für weitere Flächen. Werden ältere Horste in der Mitte kahl, hält eine Teilung sie gesund und formschön. Ein Hinweis zur Sorte: Über Aussaat vermehren sich die Nachkommen oft uneinheitlich, sodass sich die typische Farbmischung am zuverlässigsten über Teilung erhält.

Fazit: Farbenfrohe Schafgarbe mit langer Blüte und gut belegtem Insektenwert

Die Schafgarbe 'Colorado' ist eine ausdauernde, wärmeliebende Staude für vollsonnige, durchlässige, magere bis mäßig nährstoffreiche Standorte. Mit ihrem aufrechten Wuchs, den flachen Blütenschirmen in Rosa, Lachs, Rot und Gelb und ihrer langen Blütezeit von Juni bis September bringt Achillea millefolium 'Colorado' warme Farbe und feine, wiesenhafte Struktur auf sonnigen Grund. Besonders in Staudenbeeten, Kiesbeeten, Präriepflanzungen und mageren Blumenwiesen zeigt sie ihre Stärken, gerade dort, wo im Hochsommer sonst wenig blüht.

Ehrlich eingeordnet ist sie eine Zuchtsorte der heimischen Wiesen-Schafgarbe, ausgelesen auf ihre bunte Farbmischung, die dabei den offenen, einfachen Doldenbau der Art bewahrt. Genau darauf kommt es ökologisch an: Der Wert offener Schafgarbenblüten als Pollen- und Nektarquelle ist gut belegt, und ihre flachen Dolden werden von Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht, die über viele Wochen gut zugängliche Nahrung finden. Wer ihr einen sonnigen, durchlässigen und nicht zu fetten Platz gibt, sie nach der Blüte zurückschneidet und bewusst mit heimischen Wiesen- und Trockenstauden kombiniert, gewinnt eine pflegeleichte, blühfreudige Pflanze, die farbige Gartenwirkung und einen glaubwürdigen Beitrag für Insekten verbindet. Setzen Sie sie in Gruppen in ein sonniges Beet und ergänzen Sie sie mit heimischen Magerrasen-Arten für die volle ökologische Wirkung.

Schafgarbe 'Colorado'. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.

Standort / Pflanzplatz
Balkon / Topfgeeignet
Halbschattig
Kräuterrasen- bedingt trittfest
Sonnig
trocken/ nährstoffarm
Blütezeit
Sommer (Juni bis August)
Nutzung durch den Menschen
Essbare Pflanzenteile
Heilpflanze
Ökologischer Nutzen
Insektenfreundlich
Schmetterlingspflanze
Wildbienenfreundlich
allgemein
Sorte einer heimischen Art
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Wildstauden

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Die Wiesen-Schafgarbe fühlt sich auf jedem Gartenboden wohl. Nahrungspflanze für Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen.

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