Rosen-Malve, Malva alcea Produktfoto
Jungpflanze Rosen-Malve, Malva alcea – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes
Jungpflanze Rosen-Malve, Malva alcea – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes
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Jungpflanze Rosen-Malve, Malva alcea

2,50 €
Bruttopreis
🌸 Wildstauden für Ihre natürliche Blumenwiesen. 🌼 Sommer ist ihre Hauptblütezeit 🍴 Essbar & vielseitig verwendbar 🐛 Lebensgrundlage für Raupen Kräftige Jungpflanze mit 6 cm Wurzelballen 🌿 Für humusreiche, feuchte Beete
  • Gedeiht optimal an sonnenreichen Standorten.
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen
  • Fördert Biodiversität und Artenvielfalt in Blumenwiesen und Beeten.
  • Blüht in voller Pracht während der Sommermonate.
  • Essbare Pflanzen – direkt aus dem Garten auf den Tisch
  • Unverzichtbar für viele Schmetterlingsarten

Rosen-Malve (Malva alcea) – Heimische Sommerpracht für Mensch und Bestäuber

Leicht im Wind schaukelnde, schalenförmige Blüten in zartem Rosa, ein Hauch Wildblumenwiese und monatelange Blüte: Die Rosen-Malve bringt natürliche Eleganz ins Beet – und liefert zugleich reichlich Nektar und Pollen für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

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Diese Pflanze erhalten Sie als kräftige Jungpflanze mit einem gut durchwurzelten Wurzelballen von ca. 6 cm Durchmesser und 4,5 cm Tiefe.

Unsere Jungpflanzen werden in professionellen Anzuchtplatten kultiviert und sind eine preisgünstige Alternative zu unseren größeren Wildstauden im 11- oder 12-cm-Topf.

Sie eignen sich besonders für größere Pflanzungen, Naturgärten und alle Gartenfreunde, die mit etwas Geduld viele Pflanzen zu einem attraktiven Preis erwerben möchten.

Nachfolgend finden Sie die ausführliche Pflanzenbeschreibung:

Rosen-Malve: Große, leuchtend rosa Schalenblüten über tief geschlitztem Laub

Auf kräftigen, aufrecht buschigen Stängeln entfalten sich weit geöffnete Schalenblüten von warmem, leuchtendem Rosa, deren fünf herzförmig eingebuchtete Kronblätter sich seidig überlappen und im Licht fast durchscheinend wirken. Aus der Mitte jeder Blüte ragt die typische Malvensäule aus verwachsenen Staubblättern, an der es an sonnigen Tagen unaufhörlich summt. Darunter breitet sich ein tief handförmig geschlitztes Laub aus, das der Pflanze eine feine, fast fedrige Textur verleiht. Die Rosen-Malve (Malva alcea) gehört zu jenen heimischen Wildstauden, die sonnige Wiesenränder und magere Säume mit einer üppigen, warm getönten Blütenfülle beleben.

Was zeichnet Malva alcea botanisch aus? Woher stammt die Rosen-Malve, und wie fügt sie sich in einen naturnahen Garten ein? Welchen Wert haben ihre offenen Schalenblüten für Wildbienen und Schmetterlinge, und worauf kommt es bei Standort, Pflege und Verwendung wirklich an? Diese Expertenbeschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale der Rosen-Malve, ihre Herkunft, ihre ökologische Einordnung und ihre beste Verwendung im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Kultur.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Malva alcea
  • Deutscher Name: Rosen-Malve
  • Weitere Bezeichnung: Sigmarswurz, Spitzblatt-Malve, Rosenmalve
  • Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
  • Wuchshöhe: meist 60 bis 120 Zentimeter, je nach Standort
  • Wuchsbreite: etwa 40 bis 60 Zentimeter, buschig horstbildend
  • Wuchsform: aufrecht, kräftig verzweigt, aus grundständigen Trieben
  • Lebensdauer: ausdauernd, oft langlebiger als viele verwandte Malven
  • Blütezeit: lang, meist von Juni bis September
  • Blütenfarbe: leuchtend rosa bis purpurrosa, seltener heller
  • Blütenform: große, weit offene, schalenförmige Blüten mit fünf herzförmigen Kronblättern
  • Blütengröße: meist 4 bis 6 Zentimeter Durchmesser
  • Laub: tief handförmig fünfteilig geschlitzt, oberseits fein behaart
  • Standort: vollsonnig
  • Boden: durchlässig, mager bis mäßig nährstoffreich, trocken bis frisch, gern kalkhaltig
  • Winterhärte: sehr gut, zuverlässig frosthart
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Magerwiese, Beetkante, Naturgarten, Böschung
  • Besonderheit: heimische Wildstaude mit großen, offenen Bienenblüten; Nektar und Pollen für Wildbienen sowie Raupenfutter für den Malven-Dickkopffalter

Botanischer Blick: Woran man die Rosen-Malve erkennt

Die Rosen-Malve ist eine ausdauernde, kräftig aufrecht wachsende Staude aus der Familie der Malvengewächse. Aus einem tief reichenden, holzig werdenden Wurzelstock treiben mehrere buschig verzweigte, oft leicht behaarte Stängel, die sich zu einem stattlichen, aufrechten Horst zusammenschließen. So entsteht ein volles, standfestes Bild, das dem Beet im Sommer Höhe und Struktur gibt, dabei aber luftig genug bleibt, um nicht schwer zu wirken.

Schon das Laub verrät ihren Charakter, und hier lohnt der genaue Blick. Die unteren Blätter sind zunächst nur schwach gelappt und rundlich, während die oberen tief, meist fünfteilig und fast bis zum Grund handförmig geschlitzt sind. Diese fein zerteilten oberen Blätter geben der Pflanze eine leichte, fedrige Anmutung und unterscheiden sie von der gröber gebauten Wilden Malve. Eine feine Behaarung überzieht Blätter und Stängel, ein Merkmal, das mit den warmen, trockenen Standorten ihrer Heimat zusammenhängt.

Das eigentliche Glanzstück sind jedoch die Blüten. Sie sitzen einzeln oder zu wenigen in den oberen Blattachseln und öffnen sich weit zu flachen Schalen von vier bis sechs Zentimetern Durchmesser, deutlich größer als bei vielen verwandten Arten. Jede Blüte besteht aus fünf leuchtend rosa bis purpurrosa Kronblättern, die an der Spitze herzförmig eingebuchtet sind und sich seidig überlappen. In der Mitte stehen die Staubblätter zur typischen Malvensäule verwachsen, aus der sich später die scheibenförmigen, in Teilfrüchte zerfallenden Spaltfrüchte entwickeln.

Und warum diese weit offene, große Schalenform? Die Antwort liegt in der Zugänglichkeit. Anders als tiefe Röhrenblüten legt die offene Schale Nektar und Pollen frei und weithin sichtbar dar. Anfliegende Insekten finden eine bequeme, große Landefläche und erreichen die Nahrung ohne Umwege, ganz gleich, ob sie einen kurzen oder langen Rüssel besitzen. Form, Größe und Bau greifen so ineinander, um ein breites Spektrum an Bestäubern anzuziehen und zuverlässig zu versorgen.

Herkunft und Einordnung: Eine heimische Wildstaude sonniger Säume und Wiesen

Malva alcea ist in weiten Teilen Europas beheimatet und gehört in Mitteleuropa zur ursprünglich heimischen Flora. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Wegränder, Böschungen, magere Wiesen, lichte Säume, Bahndämme und trockene Ruderalflächen, meist auf durchlässigem, mäßig nährstoffreichem und häufig kalkhaltigem Boden. Dort wächst sie an Stellen, an denen die Sonne reichlich scheint und das Wasser gut abzieht.

Was sagt dieser Lebensraum über ihren Charakter? Einiges. Die Rosen-Malve ist eine anpassungsfähige, sonnenliebende Saum- und Wiesenpflanze mit guter Trockenheitsverträglichkeit. Der tief reichende Wurzelstock, das geschlitzte, verdunstungsarme Laub und der straffe Wuchs sind Anpassungen an offene, warme Standorte, an denen Nässe rasch abfließt. Genau diese Eigenschaften machen sie robust gegen Hitze und sommerliche Trockenheit, aber empfindlich gegen dauerhaft nasse, schwere Böden.

Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig, und sie fällt erfreulich klar aus. Die Rosen-Malve ist eine glaubwürdig heimische Wildstaude, die fest zu unseren Saum- und Wiesengesellschaften gehört und eng mit einer Vielzahl heimischer Insekten verbunden ist. Wer regionale Herkünfte bezieht, gewinnt die Wildart selbst, wie sie an sonnigen Wegrändern und Böschungen wächst, und keine gezüchtete Zierform mit fragwürdiger Herkunft. Erwähnenswert: Im Vergleich zur oft kurzlebigen Moschus-Malve zeigt sich die Rosen-Malve häufig etwas langlebiger und standfester.

Genau darin liegt ihr Reiz für den naturnahen Garten. Wer einen sonnigen, durchlässigen Platz anzubieten hat, gewinnt mit der Rosen-Malve eine Art, die echte ökologische Zusammenhänge lebendig macht. Ihre Ansprüche decken sich mit denen vieler heimischer Saum- und Trockenrasen-Arten, sodass sie sich in einem sonnigen Wildstaudenbeet wie eine selbstverständliche Bewohnerin blütenreicher Wiesensäume einfügt.

Ökologische Bedeutung: Große, offene Schalenblüten als gut belegte Nahrungsquelle

Wer die Rosen-Malve an einem sonnigen Sommertag beobachtet, erkennt rasch ihren Wert für Insekten. Auf den großen, weit offenen Schalen herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Ihre frei liegenden Staubblätter und der offen zugängliche Nektar stellen Nahrung ohne Umwege bereit, und die lange Blütezeit von Juni bis September liefert über viele Wochen des Hoch- und Spätsommers ein verlässliches Angebot.

Warum werden diese Blüten so gern besucht? Der Schlüssel liegt in Blütenbau und Blühdauer. Die flache, große Schale eignet sich für ein breites Spektrum an Bestäubern, von kurzrüsseligen bis zu langrüsseligen Arten. An den Blüten zeigen sich deshalb zahlreiche Wildbienen und Hummeln, dazu Schwebfliegen und immer wieder Tagfalter, denen die weite Schale als bequeme Landeplattform dient. Besonders erwähnenswert: Auf Malven sind einige spezialisierte Wildbienen unterwegs, etwa bestimmte Malven-Langhornbienen, die gezielt Malvenpollen für ihre Brut sammeln. Der frei liegende Pollen ist eine wichtige Eiweißquelle für die Brut, während der Nektar Energie liefert.

Und damit ist der ökologische Beitrag noch nicht erschöpft. Malven dienen einzelnen heimischen Schmetterlingen als Raupenfutterpflanze. Der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) etwa, dessen wissenschaftlicher Name direkt auf diese Malve verweist, legt seine Eier bevorzugt an Malvengewächsen ab, und seine Raupen fressen an deren Blättern. Aus der beobachtbaren Eigenschaft „heimische Malve mit weichem, geschlitztem Laub“ folgt damit konkret die Funktion als mögliche Raupenfutterpflanze für diese und einzelne weitere Arten. Welche Falter an einem konkreten Standort tatsächlich profitieren, hängt von Umgebung und Artenbestand ab, hier ist die gebotene Zurückhaltung angebracht.

Genau diese Ehrlichkeit macht die Einordnung belastbar. Aus der Eigenschaft „viele große, offen zugängliche Blüten mit frei liegendem Pollen und Nektar über eine lange Blütezeit, dazu Raupenfutter für einzelne Falter“ folgt konkret, dass die Rosen-Malve als heimische Wildstaude gleich doppelt wirkt: als lang blühender Nektar- und Pollenpunkt für besuchende Wildbienen, Hummeln und Falter und als Nahrungsgrundlage für einzelne Schmetterlingsraupen. Wer sie mit weiteren heimischen Saum- und Wiesenarten kombiniert, gewinnt echte ökologische Tiefe, ohne ihren Beitrag übertreiben zu müssen.

Gartenwert und Wirkung: Warme Blütenfülle mit stattlicher Präsenz

Manche Stauden überzeugen durch zarte Zurückhaltung, andere durch stattliche Präsenz und leuchtende Farbe. Die Rosen-Malve gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Ihre großen, leuchtend rosa Schalen setzen kräftige Akzente und fügen sich zugleich zu einer üppigen, aber nie schweren Blütenfülle über dem fein geschlitzten Laub. So entsteht ein warmes, sommerliches Bild, das dem Beet Höhe und Farbe gibt und im leichten Wind ständig in Bewegung bleibt.

Gerade diese Kombination aus kräftiger Farbe und feiner Textur ist gestalterisch wertvoll. Das leuchtende Rosa harmoniert wunderbar mit blauvioletten Tönen, mit klarem Gelb und mit silbrigem Laub und schafft ein stimmiges, sommerliches Bild. Das fein zerteilte Laub bleibt auch ohne Blüte eine ruhige Struktur und lässt die Pflanze trotz ihrer Größe leicht und durchlässig wirken, sodass sie sich mühelos in gemischte Wildpflanzungen einfügt.

Vielleicht liegt darin ihr besonderer Reiz. Die Rosen-Malve ist eine Pflanze für alle, die naturnahe, sommerliche Bilder mit Präsenz schätzen und dabei Wert auf echten ökologischen Nutzen legen. Ob als kräftiger Blickfang im Wildstaudenbeet, in der Magerwiese oder an einer sonnigen Böschung, sie verbindet leuchtende Farbe, feine Struktur, lange Blütezeit und ein reges Insektentreiben zu einem stimmigen Ganzen.

Verwendung im Garten und Naturgarten: Wildstaude für sonnige, durchlässige Flächen

Im Garten gehört die Rosen-Malve an vollsonnige Standorte mit durchlässigem, magerem bis mäßig nährstoffreichem und trockenem bis frischem, gern kalkhaltigem Boden. Dort entfaltet sie ihre ganze Stärke. Besonders überzeugend wirkt sie in Pflanzungen, die an sonnige Wegränder, Säume und magere Wiesen erinnern, also an jene Lebensräume, aus denen sie stammt. In fetten, feuchten oder schattigen Lagen wächst sie weich, wird anfälliger und blüht schwächer.

Am schönsten kommt sie in kleinen Gruppen oder als kräftiger Einzelhorst zur Geltung. Einzeln gesetzt wirkt sie als stattlicher, blühender Blickfang, in Trupps entsteht eine zusammenhängende, warm getönte Blütenwolke. Da sie langlebiger ist als manche verwandte Malve, bildet sie mit den Jahren feste Bestände, versamt sich an passenden, offenen Stellen aber auch behutsam und ergänzt so ihren Bestand von allein.

Besonders gut eignet sie sich für:

  • sonnige Wildstaudenbeete und naturnahe Beetkanten
  • magere Blumenwiesen und wiesenartige Pflanzungen
  • durchlässige Trockenbeete auf mäßig magerem, kalkbetontem Grund
  • warme, durchlässige Böschungen und Wegränder
  • gemischte Pflanzungen mit heimischen Saum- und Wiesenstauden
  • Flächen, auf denen gezielt Nahrung für Wildbienen und Falter geschaffen werden soll

Wichtig bleibt dabei eines: Die Rosen-Malve braucht Sonne und einen durchlässigen, nicht dauerhaft nassen Boden. In stark gedüngten Lagen wird sie weich und neigt trotz ihrer Standfestigkeit zum Umkippen. Wer ihr einen mageren bis mäßig nährstoffreichen, sonnigen und durchlässigen Platz gibt und sie mit heimischen Wiesenstauden kombiniert, verbindet warme Gartenwirkung mit einem glaubwürdigen Beitrag für besuchende Wildbienen und Schmetterlinge. Genau dieser Gedanke steht hinter Gärten, die leben.

Passende Pflanzpartner: Gute Begleiter für sonnige Saum- und Wiesenstandorte

Die besten Pflanzpartner sind heimische Saum-, Wiesen- und Trockenrasen-Arten, die dieselben Ansprüche an Sonne, durchlässigen Boden und mäßige Nährstoffversorgung mitbringen. In einer sonnigen Wildpflanzung lässt sich das leuchtende Rosa der Rosen-Malve wunderbar mit blauvioletten, gelben und silbrigen Begleitern kombinieren, die das ohnehin reiche Insektenangebot ergänzen und für gestalterische Spannung sorgen.

Sehr stimmig wirken zum Beispiel:

  • Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) als heimische Art für blauviolette Kerzen und langen Bienenflor
  • Echter Dost (Origanum vulgare) für duftende, rosa-purpurne Blütenwolken und außergewöhnlich reichen Insektenflor
  • Färber-Kamille (Anthemis tinctoria) für warmes Gelb als leuchtender Kontrast zum kräftigen Rosa
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) für kräftige, schmetterlingsreiche Blütenköpfe auf magerem Grund
  • Wilde Möhre (Daucus carota) für weiße Blütenschirme und zusätzliche Nahrung für kurzrüsselige Insekten
  • Blauer Lein (Linum perenne) für reines Himmelblau und feine, bewegliche Struktur zwischen den Malvenblüten
  • Schaf-Schwingel (Festuca ovina) für ruhige, silbrig-grüne Gräserstruktur, die den kräftigen Trieben Gesellschaft leistet

Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Farben und Formen. Die großen, rosa Schalen der Rosen-Malve treffen auf blauen Salbei, warmes Gelb, reines Blau und feine Gräser und ergeben ein lebendiges, wiesenhaftes Bild sonniger Sommerflächen. Wer heimische Saum- und Wiesenarten großzügig einplant, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot vom Frühsommer bis in den Spätsommer, in dem jeder Partner seinen Platz findet.

Der richtige Standort: Was Malva alcea wirklich braucht

Der Standort entscheidet bei der Rosen-Malve weitgehend über Wuchs, Blühfreude und Standfestigkeit. Volle Sonne ist der wichtigste Faktor. An hellen, warmen Plätzen bleibt sie standfest, blüht reich und wird am dichtesten von Insekten besucht. Leichter Halbschatten wird noch geduldet, führt aber zu lockererem Wuchs und etwas schwächerer Blüte. Je sonniger der Platz, desto besser gedeiht diese Saumstaude.

Beim Boden liebt die Rosen-Malve durchlässige, magere bis mäßig nährstoffreiche und trockene bis frische Substrate, gern mit etwas Kalk. Sandige bis lehmige Böden mit maßvoller Nährstoffversorgung sind ideal. Schwere, verdichtete und dauerhaft feuchte Böden sind ungeeignet, denn Staunässe, besonders im Winter, gehört zu den häufigsten Ausfallursachen. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, mastiges Wachstum, lassen die Stängel auseinanderfallen und mindern die Standfestigkeit.

Was hilft, wenn der Gartenboden zu schwer oder zu fett ist? Dann lohnt sich eine gezielte Vorbereitung. Eine tiefe Auflockerung mit Sand und feinem Kies schafft die nötige Durchlässigkeit, und der Verzicht auf Düngung hält die Pflanze standfest. Auch leicht erhöhte oder geneigte Pflanzbereiche sind günstig, weil das Wasser dort rasch abzieht. So lässt sich der sonnige, durchlässige Saumstandort, den Malva alcea von Natur aus bevorzugt, im Garten gut nachbilden.

Woran erkennt man einen guten Platz? Die Rosen-Malve bildet dort kräftige, standfeste Horste, treibt aufrechte, gut verzweigte Blütenstängel und überzieht sich über viele Wochen mit großen, offenen, von Insekten besuchten Schalen. Bleibt sie schwach, kippt sie bei Regen um oder blüht sie nur spärlich, stimmt meist das Zusammenspiel aus Licht, Bodendurchlässigkeit und Nährstoffangebot nicht.

Pflegehinweise: Wenig Aufwand, aber die richtigen Bedingungen

Steht die Rosen-Malve am passenden Platz, gehört sie zu den pflegeleichten und dankbaren Sommerstauden. Sie braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem einen sonnigen, durchlässigen Stand und den richtigen Umgang mit Feuchtigkeit und Nährstoffen.

Staunässe vermeiden

Das ist ein wichtiger Punkt. Vor allem winterliche Nässe lässt den Wurzelgrund leicht faulen. Wer schwere Böden hat, sollte vor der Pflanzung mit Sand und grobem Kies für besseren Wasserabzug sorgen. Einmal etabliert, kommt die Rosen-Malve dank ihres tiefen Wurzelstocks mit Trockenheit gut zurecht und benötigt kaum zusätzliche Wassergaben.

Kaum düngen

Auf Düngung verzichtet man am besten weitgehend. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, instabiles Wachstum, lassen die Stängel umkippen und mindern die Blühfreude. Der magere bis mäßig nährstoffreiche Stand kommt dieser Saumstaude deutlich mehr entgegen und erhält ihren standfesten, klaren Wuchs.

Rückschnitt und Selbstaussaat steuern

Ein Rückschnitt nach der Hauptblüte hält die Pflanze frisch und regt häufig eine zweite Blüte an, die das Nahrungsangebot für Insekten bis in den Spätsommer verlängert. Wer einige Fruchtstände stehen lässt, ermöglicht eine behutsame Selbstaussaat, die den Bestand von allein ergänzt. Wo sie sich zu stark ausbreitet, lassen sich junge Sämlinge im Frühjahr mühelos herausziehen.

Standfestigkeit unterstützen

An etwas nährstoffreicheren oder windigen Standorten können die hohen Stängel auseinanderfallen. Eine Pflanzung in Gruppen, in denen sich die Triebe gegenseitig stützen, oder die Nachbarschaft standfester Gräser gibt der Rosen-Malve Halt, ganz ohne künstliche Stütze. Ein magerer Boden bleibt aber die beste Vorsorge gegen weichen Wuchs.

Vermehrung und Verjüngung

Vermehren lässt sich die Rosen-Malve am einfachsten über Aussaat, die als Wildart typische, unkomplizierte Nachkommen liefert. Da sie sich behutsam versamt, gewinnt man oft von allein junge Pflanzen für weitere sonnige Flächen. Wer gezielt vermehren möchte, sammelt die reifen Samen im Spätsommer und sät sie an passenden Stellen aus. Eine Teilung ist wegen des tiefen Wurzelstocks kaum sinnvoll, hier bleibt die Aussaat der verlässlichere Weg.

Fazit: Heimische Wildstaude mit großer Blüte und doppeltem Insektenwert

Die Rosen-Malve ist eine ausdauernde, wärmeliebende Wildstaude für vollsonnige, durchlässige und mäßig magere Standorte. Mit ihrem kräftigen, buschigen Wuchs, den großen, leuchtend rosa Schalenblüten, dem fein geschlitzten Laub und ihrer langen Blütezeit von Juni bis September bringt Malva alcea Farbe, feine Struktur und stattliche Präsenz auf sonnigen Grund. Besonders in Wildstaudenbeeten, Magerwiesen und an sonnigen Böschungen zeigt sie ihre Stärken, gerade dort, wo ein natürliches, blütenreiches Sommerbild mit Höhe gefragt ist.

Ehrlich eingeordnet ist sie eine heimische Wildstaude sonniger Säume und Wiesen und damit tief in unsere regionalen Nahrungsnetze eingebunden. Ihre großen, weit offenen Blüten bieten über viele Wochen frei zugänglichen Nektar und Pollen für ein breites Spektrum an Wildbienen, Hummeln und Faltern, darunter auf Malven spezialisierte Wildbienen, und ihr Laub dient dem Malven-Dickkopffalter sowie einzelnen weiteren Arten als Raupenfutter. Wer ihr einen sonnigen, durchlässigen und nicht zu fetten Platz gibt, ihr eine gewisse Selbstaussaat zugesteht und sie mit heimischen Wiesenstauden kombiniert, gewinnt eine pflegeleichte, blühfreudige Pflanze, die warme Gartenwirkung und einen echten, doppelten Beitrag für Insekten verbindet. Setzen Sie sie in kleinen Gruppen in ein sonniges, mageres Beet und ergänzen Sie sie mit heimischen Saum- und Wiesenarten für die volle ökologische Wirkung.

Rosen-Malve. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.

Standort / Pflanzplatz
Blumenwiese
Feuchte, humusreiche Beete
Sonnig
Blütezeit
Sommer (Juni bis August)
Nutzung durch den Menschen
Essbare Pflanzenteile
Ökologischer Nutzen
Wildbienenfreundlich
wichtige Raupenfutterpflanze
allgemein
Kräftige Jungpflanze mit 6 cm Wurzelballen
Kategorie NaturaDB
Jungpflanze
Pflanzenpass /Plant Passport DE-NW-1103932
59 Artikel
Verkauf Jungpflanzen ab 5 Stück
Winterfestes

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