Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) mit paarweise angeordneten cremeweißen bis hellgelben Blüten und grünen Blättern
Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) kaufen | Hüskes
  • Neu
Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) mit paarweise angeordneten cremeweißen bis hellgelben Blüten und grünen Blättern
Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) kaufen | Hüskes

Rote Heckenkirsche, Lonicera xylosteum

5,05 €
Bruttopreis
Wurzelnackt geliefert Wurzelnackt · 70–90 cm · 1× verschult · 3 Triebe Versand in der Pflanzzeit VkG 1
  • ✔ Ohne Topf und Erde – direkt pflanzbereit
  • ✔ Leichter Strauch mit 3 Trieben – Lieferhöhe 70–90 cm
  • ✔ November bis Februar – witterungsabhängig
  • ✔ Junggehölz, wurzelnackt und pflanzbereit

Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) ist ein heimischer, reich verzweigter Wildstrauch für naturnahe Hecken, Gehölzränder und halbschattige Gartenbereiche. Im Mai und Juni erscheinen kleine, cremeweiße bis hellgelbe Blütenpaare, die von verschiedenen Insekten besucht werden. Im Sommer schmücken auffällige rote Beeren den Strauch und bieten Vögeln Nahrung. Die Rote Heckenkirsche ist gut winterhart, schnittverträglich und besonders für frische, nährstoffreiche Böden geeignet.

Wichtig: Die roten Beeren sind für Menschen giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

🚚 Versand Mo – Mi (pflanzenschonend)
♻️ Nachhaltig verpackt
🏡 Aus eigener Gärtnerei
Bewertung:
(0)
 

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) – Heimische Vielfalt für den lichten Schatten

Nicht jeder wertvolle Wildstrauch braucht einen Platz in der vollen Sonne.

Manche unserer heimischen Gehölze entfalten ihren besonderen Charme gerade dort, wo das Licht durch die Zweige größerer Bäume fällt und sich am Rand einer Hecke ein geschützter Lebensraum entwickelt.

Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) gehört zu diesen Pflanzen.

Sie ist kein auffälliger Blütenstar wie die Schlehe oder der Weißdorn. Ihre Schönheit entdeckt man oft erst beim genaueren Hinsehen.

Im Frühjahr erscheinen zwischen den frischgrünen Blättern kleine, paarweise angeordnete Blüten. Anfangs sind sie cremeweiß, später häufig hellgelb. Im Sommer folgen ihnen leuchtend rote Beeren, die ebenfalls paarweise an den Zweigen sitzen.

Gerade diese ungewöhnliche Anordnung macht die Rote Heckenkirsche unverwechselbar.

Mit ihrem buschigen, reich verzweigten Wuchs fügt sie sich wunderbar in naturnahe Gehölzpflanzungen ein.

Sie bietet Insekten Nahrung, schafft geschützte Bereiche für Vögel und bereichert besonders jene Gartenplätze, an denen sonnenliebende Wildsträucher weniger gut gedeihen.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Lonicera xylosteum L.

  • Deutscher Name: Rote Heckenkirsche, Gewöhnliche Heckenkirsche

  • Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

  • Herkunft: Heimisch in Deutschland und weiteren Teilen Europas

  • Wuchs: Sommergrüner, aufrechter bis breitbuschiger, reich verzweigter Strauch

  • Wuchshöhe: Meist 1–2 Meter, unter günstigen Bedingungen bis etwa 3 Meter

  • Wuchsbreite: Etwa 1,5–2,5 Meter

  • Blütezeit: Mai bis Juni, je nach Witterung auch früher

  • Blütenfarbe: Cremeweiß bis hellgelb, gelegentlich leicht rötlich überlaufen

  • Blütenform: Kleine, röhrig-zweilippige Blüten, meist paarweise angeordnet

  • Früchte: Glänzend rote, paarweise stehende Beeren

  • Fruchtreife: Etwa Juli bis September

  • Blätter: Gegenständig, breit elliptisch bis eiförmig, weich behaart

  • Standort: Halbschatten bis lichter Schatten, auch Sonne bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit

  • Boden: Frisch, nährstoffreich, humos bis lehmig, gerne kalk- und basenreich

  • Ökologischer Nutzen: Blüten für Insekten, Nahrungspflanze für Schmetterlingsraupen, Beeren für Vögel, Deckung und Nistmöglichkeiten

  • Besonderheit: Verträgt Halbschatten und lichten Schatten gut

  • Giftigkeit: Beeren für Menschen giftig; nicht essbar

  • Verwendung: Wildgehölzhecken, Gehölzränder, lichte Waldgärten, Strauchgruppen

  • Winterhärte: Sehr gut winterhart

  • Pflege: Pflegeleicht, bei Bedarf auslichten oder zurückschneiden

Botanischer Blick: Blüten und Früchte im Doppelpack

Die Rote Heckenkirsche gehört zur Gattung Lonicera.

Anders als einige bekannte kletternde Geißblattarten wächst sie als aufrechter Strauch.

Ihre Zweige verzweigen sich reichlich und bilden mit der Zeit eine lockere bis dichte, breitbuschige Krone.

Die jungen Triebe sind häufig weich behaart. Ein charakteristisches Merkmal sind außerdem die hohlen jungen Zweige.

Ihre Blätter stehen sich jeweils paarweise gegenüber.

Sie sind breit elliptisch bis eiförmig, ganzrandig und auf beiden Seiten mehr oder weniger weich behaart. Besonders bei jungen Blättern ist diese feine Behaarung gut zu erkennen.

Im Frühjahr erscheinen die Blüten in den Blattachseln.

Meist stehen zwei Blüten auf einem gemeinsamen Stiel.

Ihre Kronblätter bilden eine kleine Röhre mit ungleich großen Zipfeln. Die Blüten sind zunächst weißlich bis cremefarben und werden im Verlauf der Blüte häufig gelblicher.

Aus ihnen entwickeln sich im Sommer die auffälligen roten Beeren.

Auch diese sitzen gewöhnlich paarweise zusammen. Manchmal stehen sie so dicht beieinander, dass sie wie miteinander verbunden wirken.

Die glänzenden Früchte bilden einen schönen Kontrast zum grünen Laub.

Achtung: So verlockend die roten Beeren aussehen – sie sind für Menschen giftig und dürfen nicht gegessen werden.

Standort und Lebensraum: Eine Spezialistin für Gehölzränder

Die Rote Heckenkirsche ist in Deutschland ein typischer Bestandteil verschiedener Laub- und Mischwälder, Gebüsche und Hecken.

Besonders häufig findet man sie auf nährstoff- und basenreichen Standorten.

Sie wächst an Waldrändern, in lichten Gehölzbeständen und im Unterwuchs größerer Bäume.

Diese natürliche Lebensweise macht sie für den Garten besonders interessant.

Denn während viele heimische Blütensträucher einen vollsonnigen Platz benötigen, verträgt die Rote Heckenkirsche auch halbschattige und lichtschattige Standorte.

Am besten gedeiht sie auf frischen, nährstoffreichen Böden, die ausreichend Feuchtigkeit speichern können, ohne dauerhaft nass zu sein.

Humose und lehmige Gartenböden sind gut geeignet.

Kalkhaltige Böden werden bevorzugt.

Sehr trockene, heiße Standorte sind dagegen weniger günstig, besonders wenn der Boden flachgründig ist.

Auch dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.

Für einen naturnahen Garten ist die Rote Heckenkirsche deshalb eine gute Wahl für den Übergang zwischen einer sonnigen Wildstaudenfläche und einer höheren Gehölzpflanzung.

Ökologische Bedeutung: Ein wertvoller Strauch für Insekten und Vögel

Blüten für verschiedene Insekten

Die Blüten der Roten Heckenkirsche sind zwar kleiner und unauffälliger als die vieler anderer Wildgehölze, besitzen aber einen ökologischen Wert.

Sie können von verschiedenen blütenbesuchenden Insekten genutzt werden.

Ihre röhrige Form unterscheidet sich deutlich von den offenen Blüten der Schlehe oder des Weißdorns.

Damit ergänzt die Rote Heckenkirsche das Blütenangebot einer abwechslungsreichen Wildgehölzhecke.

Für die Förderung möglichst vieler Insektenarten ist es sinnvoll, unterschiedliche Blütenformen miteinander zu kombinieren.

Nahrungspflanze für Schmetterlingsraupen

Die Rote Heckenkirsche gehört zu den heimischen Gehölzen, die auch als Nahrungspflanzen für Schmetterlingsraupen dienen.

Verschiedene Nachtfalterarten können ihre Blätter nutzen.

Damit erfüllt sie eine wichtige Funktion, die bei der Gartenplanung häufig übersehen wird.

Nicht nur die Blüten sind für Schmetterlinge interessant.

Auch geeignete Raupenfutterpflanzen sind notwendig, damit sich die Tiere erfolgreich entwickeln können.

In einem naturnahen Garten dürfen deshalb gelegentlich angefressene Blätter durchaus dazugehören.

Sie können ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze von heimischen Insekten genutzt wird.

Rote Beeren für die Vogelwelt

Im Sommer entwickeln sich die auffälligen roten Beeren.

Für Menschen sind sie giftig.

Verschiedene Vogelarten können die Früchte dagegen fressen und zur Verbreitung der Samen beitragen.

Die Beeren sind deshalb ein weiterer Grund, die Rote Heckenkirsche in abwechslungsreiche Wildgehölzpflanzungen einzubeziehen.

Geschützte Bereiche im Gehölz

Mit ihrem reich verzweigten Wuchs schafft die Rote Heckenkirsche Deckung für kleinere Tiere.

In einer gemischten Hecke kann sie besonders die mittlere Strauchschicht ergänzen.

Dort entstehen geschützte Bereiche, die von Vögeln zum Aufenthalt und unter geeigneten Bedingungen auch zum Nestbau genutzt werden können.

Besonders wertvoll sind Gehölzpflanzungen, die nicht ausschließlich aus einer einzigen Strauchart bestehen.

Unterschiedliche Wuchshöhen, Blütezeiten und Fruchtangebote schaffen vielfältigere Lebensräume.

Verwendung im Naturgarten: Ein heimischer Strauch für halbschattige Bereiche

Die Rote Heckenkirsche ist besonders interessant für Gärten mit größeren Bäumen, Gehölzgruppen oder einer bereits vorhandenen Wildhecke.

Sie kann dort eingesetzt werden, wo der Boden nicht vollständig austrocknet und zumindest zeitweise Licht einfällt.

Im lichten Waldgarten

Unter locker stehenden Laubbäumen kann die Rote Heckenkirsche eine natürliche Strauchschicht bilden.

Sie passt gut zu einer Bepflanzung, die sich an heimischen Wald- und Waldrandgesellschaften orientiert.

In einer gemischten Wildgehölzhecke

In größeren Hecken ergänzt sie höher wachsende Gehölze und bringt Struktur in die mittlere Ebene.

Ihre Früchte sorgen im Sommer für einen auffälligen Farbakzent.

Als frei wachsender Einzelstrauch

Auch einzeln gepflanzt kann die Rote Heckenkirsche gut wirken.

Besonders schön ist sie an einem halbschattigen Gartenrand, wo sie ausreichend Platz für ihre natürliche Wuchsform erhält.

Gute Gehölzpartner

Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)

Ein heimischer, gut schnittverträglicher Strauch, der mit seinen Sommerblüten und dunklen Früchten eine abwechslungsreiche Hecke bereichert.

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Er ergänzt die Heckenkirsche mit weißen Blüten, dunklen Früchten und farbigen Wintertrieben.

Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Ein kräftiger Wildstrauch für eher lichte, kalkhaltige Standorte, der sich besonders an sonnigeren Heckenseiten wohlfühlt.

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Seine auffälligen Früchte bereichern die Herbstfärbung einer naturnahen Gehölzpflanzung. Auch diese Früchte sind für Menschen giftig.

Faulbaum (Frangula alnus)

Eine interessante Ergänzung auf ausreichend frischen, eher sauren bis schwach basischen Standorten. Er sollte dort gepflanzt werden, wo seine eigenen Bodenansprüche erfüllt werden.

Passende Wildstauden für den Gehölzrand

Besonders schön wirkt die Rote Heckenkirsche in Verbindung mit heimischen Wildstauden für den Halbschatten.

Geeignete Arten sind beispielsweise:

  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – purpurrote Blüten für frische, nährstoffreiche Waldränder

  • Wald-Akelei (Aquilegia vulgaris) – auffällige Blüten für lichte Gehölzränder

  • Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon) – gelbe Blüten für humose, halbschattige bis schattige Bereiche

  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – bodendeckende Wildstaude für lichte Gehölzbereiche

  • Rote Lichtnelke (Silene dioica) – rosarote Blüten für frische, halbschattige Standorte

Wichtig ist, die Standortansprüche der einzelnen Pflanzen zu berücksichtigen.

Gerade im Wurzelbereich größerer Bäume kann der Boden trotz Schatten sehr trocken werden.

Pflanzung und Pflege: Unkompliziert am passenden Standort

Die Rote Heckenkirsche ist ein robustes und winterhartes Wildgehölz.

Wenn sie einen passenden Standort erhält, benötigt sie wenig Pflege.

Wurzelnackte Rote Heckenkirschen pflanzen

Wurzelnackte Gehölze werden während der Vegetationsruhe gepflanzt.

Geeignet sind Herbst und zeitiges Frühjahr, solange der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist.

Die Wurzeln sollten vor dem Einpflanzen nicht austrocknen.

Das Pflanzloch wird so vorbereitet, dass die Wurzeln ausreichend Platz haben und nicht stark abgeknickt werden.

Nach der Pflanzung wird die Erde vorsichtig angedrückt und gründlich gewässert.

Besonders in der ersten Vegetationsperiode sollte bei längeren Trockenphasen zusätzlich gegossen werden.

Eine dünne Mulchschicht aus geeignetem organischem Material kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.

Wie viel Platz braucht die Rote Heckenkirsche?

Die Rote Heckenkirsche erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 1 bis 2 Metern und kann unter günstigen Bedingungen auch höher werden.

Ihr Wuchs ist breitbuschig und reich verzweigt.

Für einen frei wachsenden Einzelstrauch sollte deshalb ungefähr 1,5 bis 2,5 Meter Breite eingeplant werden.

In einer gemischten Wildhecke kann ein Pflanzabstand von etwa 1 bis 1,5 Metern ein sinnvoller Ausgangspunkt sein.

Der genaue Abstand hängt von der gewünschten Heckendichte und den benachbarten Gehölzen ab.

Muss die Rote Heckenkirsche geschnitten werden?

Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht erforderlich.

Die Pflanze entwickelt ihre natürliche Gestalt am schönsten, wenn sie frei wachsen darf.

Bei Bedarf können ältere, beschädigte oder ungünstig stehende Triebe entfernt werden.

Auch ein vorsichtiges Auslichten ist möglich.

Größere Schnittmaßnahmen sollten außerhalb der Vogelbrutzeit stattfinden. Vor jedem Schnitt ist auf besetzte Nester und andere geschützte Lebensstätten zu achten.

Vorsicht bei Kindern und Haustieren

Die leuchtend roten Beeren sind für Menschen giftig.

Sie dürfen nicht verzehrt werden.

In Gärten, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt Zugang zu fruchttragenden Sträuchern haben, sollte die Pflanzung deshalb besonders sorgfältig überlegt werden.

Auch bei Haustieren ist Vorsicht geboten.

Unser Tipp für den Naturgarten

Nutzen Sie die Rote Heckenkirsche dort, wo viele klassische Blütensträucher nicht genügend Sonne bekommen.

In Verbindung mit heimischen Gehölzen und schattenverträglichen Wildstauden lässt sich ein abwechslungsreicher, lebendiger Gartenbereich gestalten.

Lassen Sie die Pflanze möglichst natürlich wachsen und verzichten Sie auf unnötige Schnittmaßnahmen.

So können sich Blüten, Früchte und eine strukturreiche Strauchschicht entwickeln.

Fazit: Mehr Leben für den halbschattigen Garten

Die Rote Heckenkirsche ist ein eher stiller, aber wertvoller Bestandteil unserer heimischen Gehölzflora.

Mit ihren paarweise angeordneten Blüten, den leuchtend roten Beeren und ihrem reich verzweigten Wuchs bringt sie natürliche Vielfalt in den Garten.

Sie bietet Insekten Nahrung, verschiedenen Schmetterlingsraupen eine Futterpflanze und Vögeln Früchte sowie geschützte Bereiche.

Besonders wertvoll ist ihre Fähigkeit, auch an halbschattigen und lichtschattigen Standorten zu gedeihen.

Rote Heckenkirsche. Echt heimisch. Echt wild. Ein wertvoller Baustein für lebendige Naturgärten.

Gärtnerei & Floristik Klaus Hüskes – für Gärten, die leben.

Gehölze
Versand November - Februar
Wuchshöehe
Wurzelnackte Pflanzen
Kategorie NaturaDB
Gehölze
Pflanzenqualität
Wurzelnackt · 70–90 cm · 1× verschult · 3 Triebe
Pflanzenpass /Plant Passport DE-NW-1103932
30 Artikel

12 andere Artikel in der gleichen Kategorie:

Rosi hat sich die Pflanze gemerkt
Rosi merkt sich diese Pflanze für den Vergleich 🌱