Gewöhnlicher Gilbweiderich, (Lysimachia vulgaris) – Wildstaude (Produktfoto)
Gewöhnlicher Gilbweiderich, (Lysimachia vulgaris) – Wildstaude (Produktfoto)

Gewöhnlicher Gilbweiderich, Lysimachia vulgaris

3,70 €
Bruttopreis
🌾 Lebensraum für Uferbewohner und Teichränder 🌼 Sommer ist ihre Hauptblütezeit ⚕️ Traditionelle Heilpflanze – Gesundheit & Wohlbefinden 🐝 Ein Magnet für Insekten 🌼Heimische Wildstaude für naturnahe Gärten ⛅ Liebt halbschattige Plätze im Garten
  • Gedeiht optimal an sonnenreichen Standorten.
  • Gedeiht gut unter Gehölzen
  • Späte Blüten für Insekten
  • Setzt dekorative Akzente im Garten
  • Wichtige Nahrungsquelle für Falter
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen

"Gewöhnlicher Gilbweiderich: Eine ungewöhnliche Pflanze mit überraschenden Bestäubungs- und Vermehrungsstrategien"

   

 

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Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)

Heimische Staude für Feuchtstandorte & spezialisierte Wildbienen

Kurzüberblick

Der Gilbweiderich ist eine robuste, heimische Wildstaude für dauerhaft feuchte bis nasse Standorte. Mit seinen leuchtend gelben Blüten von Juni bis August setzt er starke Farbakzente an Teichrändern, in Feuchtbeeten oder naturnahen Wiesen.

Besonderheit: Er produziert kein Nektar – sondern wertvolles Pollenöl für hochspezialisierte Schenkelbienen. Damit gehört er zu den ökologisch interessantesten Stauden unserer heimischen Flora.

Standort & Eigenschaften auf einen Blick

  • Standort: Sonne bis Halbschatten

  • Boden: frisch bis nass, humos, sandig-lehmig

  • Feuchtigkeit: dauerhaft feucht, zeitweise überflutbar

  • Wuchshöhe: 60–120 cm

  • Blütezeit: Juni–August

  • Winterhärte: bis –28 °C (Zone 5)

  • Wuchsverhalten: bildet Ausläufer, bei guter Wasserversorgung flächig wachsend

Ideal für:

  • Teichrand

  • Regenwassersenken

  • naturnahe Feuchtwiesen

  • strukturreiche Staudenpflanzungen

Lebensraum in der Natur

Lysimachia vulgaris besiedelt in Mitteleuropa Feuchtwiesen, Auenlandschaften, Bachufer, Gräben und moorige Hochstaudenfluren. Mit seinem Ellenberg-Zeigerwert F8 zeigt er eine starke Bindung an dauerhaft feuchte bis nasse Böden.

Pflanzensoziologisch ist er unter anderem Bestandteil von:

  • Großseggenriedern (Magnocaricion)

  • Mädesüß-Staudenfluren (Filipendulion)

  • Pfeifengraswiesen (Molinion)

  • Erlenbruchwäldern (Alnetalia glutinosae)

Warum der Gilbweiderich ökologisch so besonders ist

Eine echte Ölblume

Der Gilbweiderich produziert keinen Nektar. Stattdessen scheidet er über Drüsenhaare Lipide (Pollenöle) aus – eine seltene Strategie unter Blütenpflanzen.

Darauf spezialisiert sind in Deutschland zwei Wildbienenarten:

  • Wald-Schenkelbiene (Macropis fulvipes)

  • Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea)

Diese Arten sind obligat auf Lysimachia angewiesen. Sie sammeln Öl und Pollen, versorgen damit ihre Brut und dichten ihre Nester gegen Feuchtigkeit ab – eine bemerkenswerte Anpassung an Gewässernähe.

Raupenfutter für bedrohte Nachtfalter

Mindestens 16 Nachtfalterarten nutzen den Gilbweiderich als Raupenfutterpflanze. Darunter seltene Arten wie:

  • Heidemoor-Rindeneule

  • Moorwiesen-Striemenspanner

  • Weißer Johanniskraut-Kleinspanner

Wer größere Bestände pflanzt, schafft echte Spezialisten-Lebensräume.

Photodimorphismus – Anpassung an Lichtverhältnisse

Sonnenblüten sind größer und auf Fremdbestäubung ausgelegt, während Schattenblüten kleiner bleiben und Selbstbestäubung ermöglichen. Diese Flexibilität erhöht die Fortpflanzungssicherheit an wechselnden Standorten.

Bedeutung im Naturgarten

In naturnahen Feuchtbereichen ist der Gilbweiderich sowohl strukturbildend als auch ökologisch wertvoll. Wichtig ist die Pflanzung in Gruppen – Einzelpflanzen reichen spezialisierten Wildbienen nicht aus.

An dauerhaft feuchten Standorten kann er flächig wachsen. In kleinen Gärten sollte die Ausbreitung durch Standortwahl oder Abgrenzung berücksichtigt werden.

Pflanzpartner für Feuchtbereiche

Besonders harmonisch in Kombination mit:

  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)

  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)

  • Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)

  • Hänge-Segge (Carex pendula)

Diese Arten bilden gemeinsam strukturreiche Hochstaudenfluren.

Kulturgeschichte

Der Gattungsname Lysimachia geht auf den antiken Feldherrn Lysimachos zurück. Der deutsche Name „Gilbweiderich“ verweist auf die gelbe Blütenfarbe („gilb“) und die weidenähnlichen Blätter mancher Arten.

Historisch wurde die Pflanze gelegentlich volksmedizinisch genutzt, spielt heute jedoch vor allem ökologisch eine Rolle.

Biodiversität aktiv fördern

Feuchtstandorte verschwinden zunehmend durch Entwässerung und Gewässerausbau. Mit der Pflanzung von Gilbweiderich können im Garten kleine, strukturreiche Lebensräume entstehen.

Er ist weit verbreitet und nicht gefährdet – dennoch sind stabile Bestände entscheidend für spezialisierte Insektenarten.

Gilbweiderich, Echt heimisch. Echt wild. Echt insektenfreundlich. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.

Standort / Pflanzplatz
Feuchte
Feuchtstandort / Ufer
Halbschattig
Sonnig
Unter Gehölzen
Blütezeit
Herbst (September bis November)
Sommer (Juni bis August)
Nutzung durch den Menschen
Heilpflanze
Rein zur Zierde
Ökologischer Nutzen
Insektenfreundlich
Schmetterlingspflanze
Wildbienenfreundlich
allgemein
Heimat Europa
heimische Wildart
Pflanzenpass /Plant Passport DE-NW-1103932
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