Flachblatt-Mannstreu,  Eryngium planum  – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes
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Flachblatt-Mannstreu,  Eryngium planum  – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes

Flachblatt-Mannstreu, Eryngium planum

3,70 €
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☀️ Liebt sonnige Standorte im Garten 🌼 Sommer ist ihre Hauptblütezeit 🍴 Essbar & vielseitig verwendbar 🐝 Ein Magnet für Insekten 🌼Heimische Wildstaude für naturnahe Gärten 🌾 Trockenheitsresistent – für magere Beete
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen
  • Gedeiht optimal an sonnenreichen Standorten.
  • Blüht in voller Pracht während der Sommermonate.
  • Essbare Pflanzen – direkt aus dem Garten auf den Tisch
  • Lockt Bienen, Hummeln & Co. an
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Flachblatt-Mannstreu: Stahlblaue Distelblüten für sonnige, magere Trockenbeete

Über einer flachen Grundrosette lederartiger, blaugrüner Blätter verzweigt sich im Hochsommer ein stark gegliederter, oben metallisch blau überlaufener Stängel. An seinen Spitzen sitzen zahlreiche kleine, eiförmige Blütenköpfchen, jedes umgeben von einem Kranz schmaler, spitzer, stachelig wirkender Hüllblätter. Der ganze obere Teil der Pflanze schimmert in einem kühlen Stahlblau, das zwischen warmen Sommerfarben wie ein Fremdkörper aus einer anderen Welt wirkt. Die Flachblatt-Mannstreu (Eryngium planum) gehört zu jenen distelartigen Stauden, die karge, sonnendurchglühte Flächen mit Struktur, Farbe und einem regen Insektentreiben beleben.

Was zeichnet Eryngium planum botanisch aus? Woher stammt die Flachblatt-Mannstreu, und wie ehrlich lässt sie sich in einen naturnahen Garten einordnen? Welchen Wert haben ihre kleinen Blütenköpfchen für besuchende Insekten, und worauf kommt es bei Standort, Pflege und Verwendung wirklich an? Diese Beschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale der Flachblatt-Mannstreu, ihre Herkunft, ihre ökologische Einordnung und ihre beste Verwendung im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Kultur.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Eryngium planum
  • Deutscher Name: Flachblatt-Mannstreu
  • Weitere Bezeichnung: Flachblättrige Mannstreu, Blaue Edeldistel, Blattdistel
  • Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
  • Wuchshöhe: meist 40 bis 80 Zentimeter, je nach Standort
  • Wuchsbreite: etwa 30 bis 40 Zentimeter, horstig, aufrecht
  • Wuchsform: straff aufrecht, oben stark verzweigt, aus grundständiger Rosette
  • Lebensdauer: ausdauernd, langlebig bei passendem Stand
  • Blütezeit: meist von Juli bis September
  • Blütenfarbe: stahlblau bis silbrigblau, an Stängel, Köpfchen und Hüllblättern
  • Blütenform: kleine, eiförmige Blütenköpfchen aus vielen winzigen Einzelblüten, von stacheligen Hüllblättern umkränzt
  • Standort: vollsonnig
  • Boden: durchlässig, mager, trocken, sandig bis kiesig, gern kalkhaltig
  • Winterhärte: sehr gut, zuverlässig frosthart
  • Verwendung: Trockenbeet, Kiesbeet, Steppenpflanzung, sonnige Böschung, Beetkante, Trockenstrauß
  • Besonderheit: distelartige Strukturpflanze mit langer Blüte, deren Blütenköpfchen Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge anziehen

Botanischer Blick: Woran man die Flachblatt-Mannstreu erkennt

Die Flachblatt-Mannstreu ist eine ausdauernde, aufrecht wachsende Staude aus der Familie der Doldenblütler, auch wenn sie auf den ersten Blick eher wie eine Distel wirkt. Aus einem tief reichenden Wurzelstock treibt zunächst eine flache Grundrosette, über der sich später der straff aufrechte, oben reich verzweigte Blütenstängel erhebt. So entsteht ein festes, kandelaberartiges Bild, das dem Trockenbeet Höhe und klare Struktur gibt.

Schon das Laub verrät ihren Charakter. Die grundständigen Blätter sind länglich-eiförmig, ganzrandig bis leicht gezähnt, gestielt und von lederartiger, fester Beschaffenheit. Genau diese flachen, glattrandigen Grundblätter geben der Art ihren Namen und unterscheiden sie von stärker zerschlitzten Verwandten. Nach oben hin werden die Blätter kleiner, sitzender und zunehmend stachelig gezähnt. Die derbe, blaugrüne Belaubung ist eine klare Anpassung an heiße, trockene Standorte.

Das eigentliche Glanzstück sind jedoch die Blütenstände. Was wie eine einzelne Distelblüte aussieht, ist bei genauem Hinsehen ein dicht gepacktes, eiförmiges Köpfchen aus vielen winzigen Einzelblüten. Rund um jedes Köpfchen breitet sich ein Kranz schmaler, spitz zulaufender, stachelig wirkender Hüllblätter aus. Stängel, Köpfchen und Hüllblätter sind im oberen Bereich metallisch stahlblau überlaufen, was der Pflanze ihre unverwechselbare, kühle Farbe verleiht. Nach der Blüte reifen daraus kleine, schuppige Früchte.

Und warum diese dichte Packung vieler kleiner Blüten mit stacheligem Kranz? Hier lohnt der genaue Blick. Das Köpfchen bündelt zahlreiche offen zugängliche Nektarquellen auf engstem Raum, sodass ein besuchendes Insekt von Blüte zu Blüte laufen kann, ohne den Landeplatz zu verlassen. Die blaue Färbung wirkt als weithin sichtbares Signal, und die derben Hüllblätter schützen den Blütenstand. Form, Farbe und Bau greifen so ineinander, um Bestäuber anzulocken und effizient zu versorgen.

Herkunft und Einordnung: Eine trockenheitsverträgliche Strukturpflanze osteuropäischer Herkunft

Eryngium planum stammt ursprünglich aus Osteuropa und Zentralasien, wo sie auf sonnigen Steppen, trockenen Wiesen, an Wegrändern und auf steinigen, mageren Böden wächst. Ihr natürlicher Lebensraum ist von voller Sonne, durchlässigem, nährstoffarmem Untergrund und deutlicher sommerlicher Trockenheit geprägt. Von dort hat sie sich über die Jahrhunderte in weite Teile Europas ausgebreitet.

Was sagt dieser Lebensraum über ihren Charakter? Einiges. Die Flachblatt-Mannstreu ist eine ausgesprochene Steppen- und Trockenpflanze mit klarer Vorliebe für karge Böden und volle Sonne. Ihre lederartigen Blätter, der tief reichende Wurzelstock und der straffe, sparsame Wuchs sind Anpassungen an heiße, trockene Standorte, an denen Wasser rasch abfließt und Nährstoffe knapp bleiben. Genau diese Eigenschaften machen sie robust gegen Hitze und Trockenheit, aber empfindlich gegen dauerhafte Nässe und dichten, fetten Boden.

Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig, und sie fällt differenziert aus. Die Flachblatt-Mannstreu ist keine ursprünglich mitteleuropäische Wildart, sondern stammt aus Osteuropa und Zentralasien. In Mitteleuropa kommt sie regional eingebürgert vor, hat sich also an geeigneten Trockenstandorten örtlich etabliert. Sie gehört damit nicht flächendeckend zur regionalen Wildflora, sondern ist in erster Linie eine trockenheitsverträgliche Strukturpflanze für sonnige Magerstandorte mit einem sekundär eingebürgerten Status.

Genau darauf sollte man den Blick richten. Wer einen sonnigen, mageren und durchlässigen Trockenstandort anzubieten hat, gewinnt mit der Flachblatt-Mannstreu eine standorttreue, langlebige und robuste Art, die dort zuverlässig gedeiht. Ihre Ansprüche ähneln denen vieler heimischer Trocken- und Magerrasen-Arten, sodass sie sich in einem sonnigen, mineralischen Gartenbereich keineswegs fremd, sondern wie eine passende Bewohnerin steppenartiger Trockenpflanzungen einfügt.

Ökologische Bedeutung: Nektarreiche Blütenköpfchen für viele Insekten

Wer die Flachblatt-Mannstreu an einem sonnigen Augusttag beobachtet, erkennt rasch ihren Wert für Insekten. An den stahlblauen Köpfchen herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Ihre dicht gepackten kleinen Blüten stellen Nektar und Pollen offen und leicht zugänglich bereit, denn die winzigen Einzelblüten sind flach gebaut. Besonders wertvoll ist die lange Blütezeit von Juli bis September, die im Hoch- und Spätsommer ein verlässliches Nahrungsangebot bereithält.

Warum werden diese Blüten so gern besucht? Der Schlüssel liegt in Blütenform und Blühdauer. Die offen liegenden, flachen Einzelblüten mit ihrem frei zugänglichen Nektar eignen sich für ein breites Spektrum an Bestäubern, auch für solche mit kurzem Rüssel. An den Köpfchen zeigen sich deshalb verschiedene Wildbienen und Hummeln, dazu Schwebfliegen, Tagfalter und weitere Insekten. Der geballte Nektarvorrat auf jedem Köpfchen macht jeden Blütenbesuch besonders ergiebig.

Hier lohnt eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung. Aus der beobachtbaren Eigenschaft „viele offen zugängliche, nektarreiche Blüten über eine lange, spätsommerliche Blütezeit“ folgt konkret, dass die Flachblatt-Mannstreu einem breiten Spektrum besuchender Insekten Nahrung bietet. Angesichts ihres eingebürgerten Status lässt sich jedoch nicht behaupten, sie sei in gleichem Maße wie eine ursprünglich heimische Art in spezialisierte Nahrungsnetze eingebunden. Welche einzelnen Wildbienenarten in welchem Umfang profitieren, hängt vom Standort ab, hier ist die gebotene Zurückhaltung angebracht.

Genau diese Ehrlichkeit macht die Einordnung belastbar. Die Flachblatt-Mannstreu ist an ihrem passenden Platz ein zuverlässiger, lang blühender Nektar- und Pollenpunkt, der besonders im Spätsommer wertvoll wird, wenn auf trockenem, magerem Grund sonst wenig blüht. Wer sie mit heimischen Trocken- und Magerrasen-Arten kombiniert, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot, in dem sich ihre insektenfreundlichen Köpfchen sinnvoll einfügen.

Gartenwert und Wirkung: Kühles Stahlblau mit klarer Struktur

Manche Stauden überzeugen durch Fülle, andere durch Farbe und Form zur rechten Zeit. Die Flachblatt-Mannstreu gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Ihr kandelaberartig verzweigter, stahlblau überlaufener Blütenstand setzt im Hochsommer einen kühlen, fast metallischen Akzent, der sich deutlich von jeder gewöhnlichen Beetstaude abhebt. Zwischen warmen Gelb- und Rottönen und silbrigen Gräsern wirkt sie wie ein architektonisches Element, das der Pflanzung Halt gibt.

Gerade dieses ungewöhnliche Stahlblau ist gestalterisch wertvoll. Es harmoniert wunderbar mit dem Gelb vieler Trockenstauden, mit Silberlaub und mit den zarten Farben von Ziergräsern und schafft einen reizvollen Kontrast, wo warme Farben sonst dominieren. Die klare, aufrechte Struktur bleibt lange erhalten, und selbst nach der Blüte behalten die trockenen Köpfchen ihre Form. So bleibt die Flachblatt-Mannstreu bis in den Herbst und Winter ein dekoratives Gerüst im Beet.

Vielleicht liegt darin ihr besonderer Reiz. Die Flachblatt-Mannstreu ist eine Pflanze für jene, die naturnahe, steppenartige Bilder schätzen und Trockenstandorte mit Struktur und Charakter gestalten möchten. Ob im Kiesbeet, auf einer sonnigen Böschung oder in einer Steppenpflanzung, sie verbindet ungewöhnliche Farbe, klare Form, lange Blütezeit und ein reges Insektentreiben zu einem stimmigen Ganzen. Auch für Trocken- und Frischsträuße sind ihre Köpfchen beliebt.

Verwendung im Garten und Naturgarten: Steppenstruktur mit Insektenwert

Im Garten gehört die Flachblatt-Mannstreu an vollsonnige, sehr gut durchlässige Standorte mit magerem, trockenem und eher nährstoffarmem Boden. Dort entfaltet sie ihre ganze Stärke. Besonders überzeugend wirkt sie in Pflanzungen, die an trockene Steppen, Magerrasen und sonnige Hänge erinnern, also genau an jene Lebensräume, die ihrem Ursprung entsprechen. In fetten, feuchten oder schattigen Lagen bleibt sie dagegen schwach und kurzlebig.

Am schönsten kommt sie in kleinen, locker gestreuten Gruppen zur Geltung. Einzeln gesetzt wirkt sie als markanter, blauer Akzent, in Trupps entsteht ein zusammenhängendes, stahlblau durchwirktes Bild. Da sie über einen tiefen Wurzelstock verfügt, verträgt sie ein Umsetzen schlecht, dankt es aber mit langer Standorttreue, wenn man ihr von Anfang an den richtigen Platz gibt. An passenden Stellen versamt sie sich zudem behutsam.

Besonders gut eignet sie sich für:

  • sonnige Trocken- und Kiesbeete auf magerem, durchlässigem Grund
  • Steppenpflanzungen und mediterran anmutende Beete
  • warme, durchlässige Böschungen und Hänge
  • naturnahe Beetränder auf sandigem oder steinigem Boden
  • gemischte Trockenpflanzungen mit heimischen Magerrasen-Arten
  • die gezielte Anzucht für Trocken- und Frischsträuße

Wichtig bleibt dabei eines: Die Flachblatt-Mannstreu braucht Sonne, Wärme und einen durchlässigen, mageren Boden. In zu schweren, feuchten oder stark gedüngten Lagen wächst sie weich, wird kurzlebig und neigt zu Fäulnis. Wer ihr einen mageren, sonnigen und trockenen Platz gibt und sie mit heimischen Trockenstauden kombiniert, verbindet ungewöhnliche Gartenwirkung mit einem glaubwürdigen Beitrag für besuchende Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Genau dieser Gedanke steht hinter Gärten, die leben.

Passende Pflanzpartner: Gute Begleiter für sonnige, magere Trockenstandorte

Die besten Pflanzpartner sind heimische Trocken- und Magerrasen-Arten sowie sonnenliebende Steppenstauden, die dieselben Ansprüche an Sonne, Wärme und einen durchlässigen, mageren Boden mitbringen. In einer Trocken- oder Kiesbeetpflanzung lässt sich das kühle Stahlblau der Flachblatt-Mannstreu wunderbar mit gelben, purpurroten und silbrigen Begleitern kombinieren, die das Insektenangebot ergänzen und für gestalterische Spannung sorgen.

Sehr stimmig wirken zum Beispiel:

  • Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) für dichte, blauviolette Ähren, die den kühlen Farbklang aufgreifen
  • Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) als heimischer Magerrasen-Begleiter mit purpurroten Akzenten und hohem Insektenwert
  • Färber-Kamille (Anthemis tinctoria) für warmes Gelb als leuchtender Kontrast zum Blau
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) für kräftige, schmetterlingsreiche Blütenköpfe auf magerem Grund
  • Sand-Thymian (Thymus serpyllum) als heimischer, duftender Halbstrauch für aromatische Teppiche und reichen Bienenflor
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor) für feine Struktur auf trockenem, kalkhaltigem Boden
  • Ziergräser wie Schaf-Schwingel (Festuca ovina) für ruhige, silbrig-grüne Struktur zwischen den Blüten

Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Farben und Formen. Das kühle Stahlblau der Mannstreu trifft auf blauvioletten Salbei, purpurrote Nelken, warmes Gelb und feine Gräser und ergibt ein lebendiges, steppenartiges Bild sonniger Magerflächen. Wer heimische Trocken- und Magerrasen-Arten großzügig einplant, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot vom Frühsommer bis in den Spätsommer, in dem jeder Partner seinen Platz im kleinen Trockenlebensraum findet.

Der richtige Standort: Was Eryngium planum wirklich braucht

Der Standort entscheidet bei der Flachblatt-Mannstreu fast vollständig über Wuchs, Blühfreude und Lebensdauer. Volle Sonne ist der wichtigste Faktor. An hellen, heißen Plätzen bleibt sie standfest, blüht reich und entwickelt die intensivste blaue Färbung. Halbschatten wird kaum vertragen und führt zu lockerem, weichem Wuchs, blasserer Farbe und spärlicher Blüte. Je sonniger und wärmer der Platz, desto besser gedeiht diese Trockenstaude.

Beim Boden liebt die Flachblatt-Mannstreu durchlässige, magere und trockene Substrate. Sandige, kiesige bis steinige Böden mit geringem Nährstoffgehalt sind ideal, gern mit etwas Kalk. Schwere, verdichtete und vor allem dauerhaft feuchte Böden sind ungeeignet, denn Staunässe, besonders im Winter, gehört zu den häufigsten Ausfallursachen. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, instabiles Wachstum, lassen die Stängel umkippen und verkürzen die Lebensdauer.

Was hilft, wenn der Gartenboden zu schwer oder zu fett ist? Dann lohnt sich eine gründliche Vorbereitung. Eine tiefe Auflockerung mit reichlich Sand, Splitt und feinem Kies schafft die nötige Durchlässigkeit, und der Verzicht auf Düngung hält die Pflanze standfest. Auch leicht erhöhte oder geneigte Pflanzbereiche sind günstig, weil das Wasser dort rasch abzieht. So lässt sich der sonnige, magere Trockenstandort, den Eryngium planum von Natur aus bevorzugt, im Garten gut nachbilden.

Woran erkennt man einen guten Platz? Die Flachblatt-Mannstreu bildet dort feste, standfeste Horste, treibt aufrechte, gut verzweigte Blütenstände und entwickelt ihre volle stahlblaue Färbung. Bleibt sie schwach, kippt sie bei Regen um oder fault am Grund, stimmt meist das Zusammenspiel aus Licht, Bodendurchlässigkeit und Winterfeuchte nicht.

Pflegehinweise: Wenig Aufwand, aber die richtigen Bedingungen

Steht die Flachblatt-Mannstreu am passenden Platz, gehört sie zu den pflegeleichten und genügsamen Trockenstauden. Sie braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem einen sonnigen, mageren Stand und den richtigen Umgang mit Feuchtigkeit und Nährstoffen.

Staunässe konsequent vermeiden

Das ist der wichtigste Punkt. Vor allem winterliche Nässe lässt den Wurzelgrund leicht faulen. Wer schwere Böden hat, sollte vor der Pflanzung unbedingt mit Sand, Splitt oder grobem Kies für besseren Wasserabzug sorgen. Einmal etabliert, kommt die Flachblatt-Mannstreu dank ihres tiefen Wurzelstocks mit Trockenheit hervorragend zurecht und benötigt praktisch keine Bewässerung.

Kaum düngen

Auf Düngung verzichtet man am besten ganz. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, instabiles Wachstum, lassen die aufrechten Stängel umkippen und verkürzen die Lebensdauer. Der magere Stand kommt dieser Trockenstaude deutlich mehr entgegen als jede Nährstoffgabe und erhält zugleich ihren standfesten, klaren Wuchs.

Standort von Anfang an richtig wählen

Die Flachblatt-Mannstreu bildet einen tiefen Wurzelstock und lässt sich nur schlecht umsetzen. Deshalb sollte der Platz von Beginn an passen. Einmal richtig gesetzt, dankt sie es mit langer Standorttreue und wächst über die Jahre zu einem festen, verlässlichen Horst heran.

Verblühtes stehen lassen oder schneiden

Die trockenen, stahlblauen Köpfchen bleiben lange dekorativ und geben dem Beet bis in den Winter Struktur. Wer eine begrenzte Selbstaussaat wünscht, lässt einige Fruchtstände stehen. Für Trockensträuße schneidet man die Stängel, sobald die Köpfchen ihre volle Farbe zeigen. Wer die Pflanze gepflegt halten möchte, entfernt Verblühtes im späten Winter.

Vermehrung und Verjüngung

Vermehren lässt sich die Flachblatt-Mannstreu am zuverlässigsten über Aussaat, da sich der tiefe Wurzelstock nur schwer teilen lässt. An passenden, offenen Stellen versamt sie sich zudem gern von allein, sodass sich der Bestand über die Jahre behutsam erneuert. So bleibt die Pflanzung ohne großen Aufwand lebendig und blühfreudig.

Fazit: Trockenheitsverträgliche Strukturpflanze mit langer Blüte und echtem Insektenwert

Die Flachblatt-Mannstreu ist eine ausdauernde, wärmeliebende Staude für vollsonnige, sehr durchlässige, magere und trockene Standorte. Mit ihrem straff aufrechten Wuchs, den stahlblauen Blütenköpfchen und ihrer langen Blütezeit von Juli bis September bringt Eryngium planum ungewöhnliche Farbe und klare Struktur auf kargen, heißen Grund. Besonders in Trocken- und Kiesbeeten, in Steppenpflanzungen und auf sonnigen Böschungen zeigt sie ihre Stärken, gerade dort, wo viele andere Pflanzen an Hitze und Trockenheit scheitern.

Ehrlich eingeordnet stammt sie ursprünglich aus Osteuropa und Zentralasien, kommt in Mitteleuropa regional eingebürgert vor und ist als trockenheitsverträgliche Strukturpflanze für sonnige Magerstandorte interessant. Ihre kleinen Blütenköpfchen werden von Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlingen und weiteren Insekten besucht und bieten über viele Wochen des Spätsommers gut zugänglichen Nektar und Pollen. Wer ihr einen mageren, sonnigen und durchlässigen Platz gibt, auf Düngung verzichtet und sie bewusst mit heimischen Trockenstauden kombiniert, gewinnt eine langlebige, blühfreudige Pflanze, die ungewöhnliche Gartenwirkung und einen sinnvollen Beitrag für besuchende Insekten verbindet. Setzen Sie sie in kleinen Gruppen in ein sonniges Trockenbeet und ergänzen Sie sie mit heimischen Magerrasen-Arten für die volle ökologische Wirkung.

Flachblatt-Mannstreu. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.

Standort / Pflanzplatz
Sonnig
trocken/ nährstoffarm
Blütezeit
Sommer (Juni bis August)
Nutzung durch den Menschen
Essbare Pflanzenteile
Ökologischer Nutzen
Insektenfreundlich
Wildbienenfreundlich
allgemein
heimische Wildart
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