Berg-Steinkraut Steinkresse, Steinrich Alyssum montanum – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes
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Berg-Steinkraut Steinkresse, Steinrich Alyssum montanum – Heimische Wildpflanze | Gärtnerei Hüskes
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Berg-Steinkraut Steinkresse, Steinrich Alyssum montanum

3,70 €
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🪴 Ideal für Balkon & Topf 🌱 Frühjahrsblüher, erste Nahrung für Insekten 🐝Ein Zuhause für Wildbienen 🌱 Sorte einer heimischen Wildstaude 🏠 Perfekt für Dachgärten, trockenheitsresistent ⛅ Liebt halbschattige Plätze im Garten
  • Gedeiht optimal an sonnenreichen Standorten.
  • Ideal für magere und trockene Böden
  • Perfekt geeignet für Kübel, Balkonkästen und Töpfe
  • Erste wichtige Nahrungsquelle im Jahr
  • Fördert seltene und heimische Wildbienen
  • Züchtung auf Basis heimischer Arten

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🏡 Aus eigener Gärtnerei
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Berg-Steinkraut: Leuchtend goldgelbe Frühlingskissen für sonnige Felsen und Magerrasen

Über flachen, silbrig-graugrünen Blattpolstern breitet sich im Frühling ein dichtes Meer winziger, leuchtend goldgelber Blüten aus, das den kargen Fels förmlich zum Strahlen bringt. Aus der Nähe zeigt sich der zarte Bau jeder Einzelblüte: vier kleine, kreuzförmig angeordnete Kronblätter, die zu unzähligen dichten Trauben zusammentreten. An warmen Frühlingstagen steigt ein feiner, honigartiger Duft von den Kissen auf, und über den Blüten summt es leise. Das Berg-Steinkraut (Alyssum montanum) gehört zu jenen heimischen Wildstauden, die sonnige Felsköpfe, Magerrasen und Trockenmauern früh im Jahr mit warmem Gold überziehen.

Was zeichnet Alyssum montanum botanisch aus? Woher stammt das Berg-Steinkraut, und wie fügt es sich in einen naturnahen Garten ein? Welchen Wert haben seine frühen Blüten für Wildbienen und Schmetterlinge, und worauf kommt es bei Standort, Pflege und Verwendung wirklich an? Diiese Beschreibung zeigt die wichtigsten Merkmale des Berg-Steinkrauts, seine Herkunft, seine ökologische Einordnung und seine beste Verwendung im Garten. Dazu kommen klare Hinweise zu passenden Pflanzpartnern und zur standortgerechten Kultur.

Steckbrief: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Botanischer Name: Alyssum montanum
  • Deutscher Name: Berg-Steinkraut
  • Weitere Bezeichnung: Berg-Steinkresse, Gebirgs-Steinkraut, Steinkraut
  • Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
  • Wuchshöhe: meist 10 bis 15 Zentimeter, im Blütenstand knapp darüber
  • Wuchsbreite: etwa 20 bis 30 Zentimeter, flach polster- bis teppichbildend
  • Wuchsform: niedrig, kriechend bis aufsteigend, dicht polsterbildend
  • Lebensdauer: ausdauernd, bei passendem Stand langlebig
  • Blütezeit: früh, meist von April bis Juni, oft mit leichter Nachblüte
  • Blütenfarbe: leuchtend goldgelb
  • Blütenform: viele kleine, vierzählige, kreuzförmige Einzelblüten in dichten Trauben
  • Duft: fein, honigartig, an warmen Tagen deutlich wahrnehmbar
  • Standort: vollsonnig
  • Boden: sehr durchlässig, mager, trocken, steinig bis kiesig, gern kalkhaltig
  • Winterhärte: sehr gut, als Gebirgspflanze zuverlässig frosthart
  • Verwendung: Steingarten, Trockenmauer, Mauerkrone, Felsfuge, Magerrasen, Kiesbeet, Trog
  • Besonderheit: heimische Wildart mit offenen, frühen Blüten, deren frei zugänglicher Pollen frühen Wildbienen und Schwebfliegen zugutekommt

Botanischer Blick: Woran man das Berg-Steinkraut erkennt

Das Berg-Steinkraut ist eine ausdauernde, sehr niedrig wachsende Polsterstaude aus der Familie der Kreuzblütler. Aus einem verzweigten, am Grund holzig werdenden Wurzelstock treiben zahlreiche niederliegende bis aufsteigende Triebe, die sich zu einem flachen, dichten Polster zusammenschließen. So entsteht ein bodennaher, teppichartiger Bewuchs, der offene Stellen zuverlässig überzieht und selbst zwischen Steinen und in Mauerritzen Halt findet.

Schon das Laub verrät seinen Charakter. Die Blätter sind klein, schmal-länglich bis spatelförmig und von einem matten Graugrün, das durch eine feine, silbrige Behaarung entsteht. Ist diese Behaarung nur Zierde? Keineswegs. Sie ist eine klare Anpassung an trockene, sonnige Felsstandorte: Die feinen Härchen mindern den Wasserverlust und werfen einen Teil der intensiven Strahlung zurück. Auch außerhalb der Blüte bleibt das graugrüne Polster daher eine ruhige, dichte Struktur, die den ganzen Sommer über trägt.

Das eigentliche Glanzstück sind jedoch die Blüten. Über dem Laub erhebt sich im Frühling eine Fülle kleiner Blütentrauben, in denen sich zahlreiche winzige Einzelblüten dicht zusammendrängen. Jede Einzelblüte ist typisch für die Kreuzblütler gebaut: vier kleine, leuchtend goldgelbe Kronblätter, kreuzförmig angeordnet, mit den Staub- und Fruchtblättern offen in der Mitte. Nach der Blüte reifen daraus die für die Familie kennzeichnenden kleinen Schötchen, die feinen Früchte mit den Samen.

Und warum diese flachen, weit offenen Blüten in dichten Trauben? Hier lohnt der genaue Blick. Die kleinen, offen gebauten Blüten legen Pollen und Nektar frei zugänglich dar, sodass auch Insekten mit kurzem Rüssel mühelos an die Nahrung gelangen. Die dichte Anordnung bündelt viele Nahrungsquellen auf engstem Raum, und das kräftige Gelb wirkt als weithin sichtbares Signal über dem kargen Fels. Form, Farbe und Bau greifen so ineinander, um frühe Bestäuber anzulocken und ihnen die Nahrung leicht erreichbar zu präsentieren.

Herkunft und Einordnung: Eine heimische Felsstaude sonniger Magerstandorte

Alyssum montanum ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas beheimatet und gehört in Mitteleuropa regional zur ursprünglich heimischen Flora. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige, trockene Felsen, Felsköpfe, steinige Hänge, Sandflächen und offene Magerrasen, oft auf kalkhaltigem oder felsigem Untergrund. Dort wächst sie in Ritzen und auf flachgründigem, kargem Boden, wo die Sonne brennt und Wasser rasch abfließt.

Was sagt dieser Lebensraum über ihren Charakter? Einiges. Das Berg-Steinkraut ist eine ausgesprochene Trocken- und Felsspezialistin. Die silbrig behaarten Blätter, der niedrige, polsterartige Wuchs und der holzige Wurzelstock sind Anpassungen an einen extremen Standort mit voller Sonne, knappen Nährstoffen und starker sommerlicher Trockenheit. Genau diese Eigenschaften machen sie robust gegen Hitze und Frost, aber empfindlich gegen dauerhafte Nässe und dichten, fetten Boden.

Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtig, und sie fällt erfreulich klar aus. Das Berg-Steinkraut, das hier beschrieben wird, ist die reine Wildart Alyssum montanum, nicht eine gärtnerische Auslese wie die Sorte 'Berggold'. Es ist die ursprüngliche Pflanze, wie sie an sonnigen Felsen und in Magerrasen wächst, mit ihrem natürlichen, etwas lockereren Polster und den unveränderten, offenen Blüten. Wer bewusst zur Wildart greift, gewinnt eine Pflanze, die eng in unsere heimischen Lebensgemeinschaften trockener Fels- und Magerstandorte eingebunden ist.

Genau darin liegt ihr Reiz für den naturnahen Garten. Wer einen sonnigen, mageren und durchlässigen Trockenplatz anzubieten hat, gewinnt mit dem Berg-Steinkraut eine standorttreue, langlebige Wildart, die echte ökologische Zusammenhänge lebendig macht. Ihre Ansprüche decken sich mit denen vieler heimischer Fels- und Magerrasen-Arten, sodass sie sich in einem mineralischen, sonnigen Gartenbereich wie eine selbstverständliche Bewohnerin trockener Felsgesellschaften einfügt.

Ökologische Bedeutung: Frühe, offene Blüten mit frei zugänglichem Pollen

Wer das Berg-Steinkraut an einem warmen Apriltag beobachtet, erkennt rasch seinen Wert. Über den goldgelben Kissen herrscht ein reges Kommen und Gehen. Die vielen kleinen, offen gebauten Blüten stellen Pollen und Nektar leicht zugänglich bereit, und der feine, honigartige Duft lockt zusätzlich an. Besonders wertvoll ist die frühe Blütezeit von April bis Juni, die genau dann Nahrung liefert, wenn viele spätere Sommerblüher noch nicht erblüht sind.

Warum werden diese Blüten so gern besucht? Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel von Blütenbau und Blütezeit. Die flach geöffneten, vierzähligen Blüten mit ihrem frei liegenden Pollen sind besonders für kurzrüsselige Insekten gut geeignet. Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn frisch geschlüpfte Wildbienen dringend Pollen für ihre erste Brut suchen, kommt dieses Angebot zur rechten Zeit. An den Blüten zeigen sich deshalb vor allem frühe Wildbienen, dazu Schwebfliegen, einzelne früh fliegende Schmetterlinge und weitere Insekten. Der frei liegende Pollen ist eine wichtige Eiweißquelle, die pollensammelnde Wildbienen für ihre Brut nutzen, während der Nektar Energie liefert.

Hier lohnt eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung. Aus der beobachtbaren Eigenschaft „viele offen zugängliche Blüten mit frei liegendem Pollen zu einer frühen, oft nahrungsarmen Jahreszeit“ folgt konkret, dass das Berg-Steinkraut frühen Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen ein gut erreichbares Nahrungsangebot bietet. Als heimische Wildart ist dieser Nahrungswert glaubwürdig in unsere regionalen Nahrungsnetze eingebunden. Welche einzelnen spezialisierten Wildbienenarten in welchem Umfang profitieren, hängt von Standort und Umgebung ab und lässt sich nicht pauschal beziffern, hier ist die gebotene Zurückhaltung angebracht.

Genau diese Ehrlichkeit macht die Einordnung belastbar. Das Berg-Steinkraut ist an seinem passenden Platz ein zuverlässiger, früh verfügbarer Pollen- und Nektarpunkt, der gerade im Frühjahr wertvoll wird, wenn auf trockenem, magerem Grund sonst wenig blüht. Wer es mit weiteren heimischen Fels- und Magerrasen-Arten sowie mit späteren Blühern kombiniert, gewinnt echte ökologische Tiefe und schließt eine wichtige Lücke im frühen Nahrungsangebot für Wildbienen und Schmetterlinge.

Gartenwert und Wirkung: Goldenes Frühlingskissen mit ganzjähriger Struktur

Manche Stauden überzeugen durch Höhe, andere durch flächige, leuchtende Wirkung am Boden. Das Berg-Steinkraut gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Aus seinem flachen, silbrig-graugrünen Polster leuchten im Frühling die goldgelben Blüten so dicht hervor, dass das Laub streckenweise verschwindet. Zwischen grauem Fels, hellem Kies oder auf einer Mauerkrone wirkt es wie ein kleines Sonnenfeld, das karge Flächen früh im Jahr belebt.

Gerade dieses kräftige Goldgelb ist gestalterisch wertvoll. Es harmoniert wunderbar mit dem Grau des Gesteins, mit Silberlaub und ganz besonders mit dem klaren Blau und Violett früher Fels- und Polsterpflanzen. Das flache, ausbreitende Polster schließt Fugen und Lücken und gibt dem Steingarten auch außerhalb der Blüte eine ruhige, graugrüne Struktur, die über die ganze Saison trägt. So bleibt das Berg-Steinkraut weit mehr als eine kurze Frühlingsfreude.

Vielleicht liegt darin sein besonderer Reiz. Das Berg-Steinkraut ist eine Pflanze für jene, die naturnahe, sonnige Kleinstandorte früh im Jahr zum Leuchten bringen möchten und dabei Wert auf einen echten ökologischen Zusatznutzen legen. Ob in einer Steingartenfuge, auf einer Trockenmauer, in einem Magerrasen oder überhängend über einer Mauerkrone, es entfaltet seine volle Wirkung dort, wo man ihm nahekommen und seinen feinen Duft wahrnehmen kann. So verbindet es leuchtende Farbe, feine Struktur und einen frühen Beitrag für Insekten zu einem stimmigen Ganzen.

Verwendung im Garten und Naturgarten: Fels, Fuge und magerer Trockengrund

Im Garten gehört das Berg-Steinkraut an vollsonnige, sehr gut durchlässige Standorte mit magerem, steinigem bis kiesigem und gern kalkhaltigem Boden. Dort entfaltet es seine ganze Stärke. Besonders überzeugend wirkt es in Pflanzungen, die seinen natürlichen Felsstandort aufgreifen, also genau dort, wo Wasser rasch abzieht, viel Sonne die frühe Blüte anregt und der Untergrund karg und mineralisch bleibt. In fetten, feuchten oder schattigen Lagen bleibt es dagegen schwach und verkahlt mit der Zeit.

Am schönsten kommt es überhängend oder flächig zur Geltung. Über eine Mauerkrone gesetzt, fließt das goldene Polster wie ein Wasserfall über den Stein, in einer Fuge oder Fläche bildet es ein zusammenhängendes, leuchtendes Kissen. Da die Wildart mitunter kurzlebiger sein kann als manche robuste Felsstaude, lohnt sich ein Rückschnitt nach der Blüte, der das Polster dicht und vital hält und die Lebensdauer verlängert. An passenden, offenen Stellen versamt sie sich zudem behutsam.

Besonders gut eignet es sich für:

  • Steingärten und Alpinum-Pflanzungen auf magerem, kalkbetontem Boden
  • Trockenmauern, Mauerkronen und seitliche Felsfugen zum Überhängen
  • sonnige Magerrasen und trockene, artenreiche Wiesenflächen
  • mineralische Kiesbeete und Splittflächen in voller Sonne
  • Tröge, Schalen und Kübel mit scharf drainierendem, mineralischem Substrat
  • gemischte Trockenpflanzungen mit weiteren heimischen Fels- und Magerrasen-Arten

Wichtig bleibt dabei eines: Das Berg-Steinkraut braucht Sonne, scharfe Drainage und einen mageren Boden. In zu schweren, feuchten oder stark gedüngten Lagen wächst es weich, blüht schwächer und neigt zu Fäulnis. Wer ihm einen mageren, sonnigen und gut drainierten Platz gibt und es mit weiteren standortgerechten Trockenstauden kombiniert, verbindet leuchtende Gartenwirkung mit einem glaubwürdigen frühen Beitrag für Wildbienen und Schmetterlinge. Genau dieser Gedanke steht hinter Gärten, die leben.

Passende Pflanzpartner: Gute Begleiter für sonnige, magere Trockenstandorte

Die besten Pflanzpartner sind heimische Fels- und Magerrasen-Arten sowie niedrige Trockenkünstler, die dieselben Ansprüche an Sonne, scharfe Drainage und mageren, gern kalkhaltigen Boden mitbringen. In einer Steingarten- oder Magerrasenpflanzung lässt sich das leuchtende Gold des Berg-Steinkrauts wunderbar mit blauen, violetten und silbrigen Begleitern kombinieren, die das frühe Nahrungsangebot ergänzen und die Blühfolge über das Frühjahr hinaus verlängern.

Sehr stimmig wirken zum Beispiel:

  • Küchen-Schelle (Pulsatilla vulgaris) als heimische Frühblüherin mit violetten Blüten und hohem Insektenwert
  • Sand-Thymian (Thymus serpyllum) als heimischer, duftender Halbstrauch für aromatische Teppiche und reichen Bienenflor im Sommer
  • Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) als heimischer Magerrasen-Begleiter mit purpurroten Blüten und hohem Insektenwert
  • Echtes Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) für gelbe Blütenpolster auf magerem, kalkhaltigem Grund
  • Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) für flache, gelbe Frühlingsblüten als heimische Ergänzung
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor) für feine Struktur auf trockenem, kalkhaltigem Boden
  • Schaf-Schwingel (Festuca ovina) für ruhige, silbrig-grüne, grasige Struktur zwischen den Kissen

Solche Kombinationen leben vom Zusammenspiel der Farben und vom klugen Umgang mit der Zeit. Das leuchtende Gold des Berg-Steinkrauts trifft auf violette Küchen-Schelle, purpurne Nelken und feine Gräser und ergibt ein lebendiges, frühlingshaftes Bild sonniger Trockenflächen. Wer konsequent auf heimische Fels- und Magerrasen-Arten setzt und für eine gestaffelte Blühfolge sorgt, gewinnt echte ökologische Tiefe und schafft ein durchgehendes Nahrungsangebot, in dem jeder Partner seinen Platz im kleinen Trockenlebensraum findet.

Der richtige Standort: Was Alyssum montanum wirklich braucht

Der Standort entscheidet beim Berg-Steinkraut fast vollständig über Wuchs, Blühfreude und Lebensdauer. Volle Sonne ist der wichtigste Faktor. An hellen, warmen Plätzen bleibt es kompakt, bildet dichte, silbrige Polster und blüht am reichsten. Halbschatten wird kaum vertragen und führt zu lockerem, weichem Wuchs, blasserer Blüte und größerer Anfälligkeit für Fäulnis. Je sonniger und wärmer der Platz, desto besser gedeiht diese Felspflanze.

Beim Boden liebt das Berg-Steinkraut durchlässige, magere und trockene Substrate. Steiniger, kiesiger bis sandiger Grund mit geringem Nährstoffgehalt ist ideal, gern mit etwas Kalk. Schwere, verdichtete und vor allem dauerhaft feuchte Böden sind ungeeignet, denn Staunässe, besonders im Winter, ist mit Abstand der häufigste Grund für Ausfälle. Zu viele Nährstoffe fördern weiches, fäulnisanfälliges Wachstum auf Kosten von Robustheit und dichter Blüte.

Was hilft, wenn der Gartenboden zu schwer oder zu fett ist? Dann lohnt sich eine gründliche Vorbereitung. Eine tiefe Auflockerung mit reichlich Splitt, grobem Sand und feinem Kies schafft die nötige Durchlässigkeit, und kalkhaltiges Material wie Kalksplitt kommt der Vorliebe für kargen Grund entgegen. Erhöhte Pflanzbereiche, Mauerkronen oder leicht geneigte Flächen sind günstig, weil das Wasser dort rasch abzieht. So lässt sich der sonnige, magere Felsstandort, den Alyssum montanum von Natur aus bevorzugt, im Garten zuverlässig nachbilden.

Woran erkennt man einen guten Platz? Das Berg-Steinkraut bildet dort feste, dicht silbrig-graue Polster und überzieht sich im Frühling zuverlässig mit goldgelben Blüten. Bleibt es lückig, verliert es an Dichte, fault am Grund oder blüht nur spärlich, liegen die Ursachen meist bei zu viel Feuchtigkeit, zu wenig Licht oder einem zu schweren, zu nährstoffreichen Boden.

Pflegehinweise: Wenig Aufwand, aber die richtigen Bedingungen

Steht das Berg-Steinkraut am passenden Platz, gehört es zu den pflegeleichten und dankbaren Fels- und Polsterstauden. Es braucht keine intensive Betreuung, sondern vor allem einen trockenen, mageren Stand, viel Sonne und den richtigen Umgang mit Feuchtigkeit.

Staunässe konsequent vermeiden

Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Vor allem winterliche Nässe lässt die Polster und den Wurzelhals leicht faulen. Wer schwere Böden hat, sollte vor der Pflanzung unbedingt mit Splitt, Kies oder grobem Sand für besseren Wasserabzug sorgen und den Wurzelhals mit einer Splittschicht trocken halten. Einmal eingewurzelt, kommt das Berg-Steinkraut mit Trockenheit hervorragend zurecht und braucht kaum zusätzliche Wassergaben.

Rückschnitt nach der Blüte

Das ist der Schlüssel zu einem langlebigen, dichten Polster. Nach der Hauptblüte neigen die Triebe dazu, auseinanderzufallen und in der Mitte kahl zu werden. Ein beherzter Rückschnitt um etwa ein Drittel bis zur Hälfte regt frischen, kompakten Neuaustrieb an, hält das Kissen dicht und verlängert die Lebensdauer der Wildart spürbar. Oft folgt darauf eine leichte Nachblüte.

Sparsam gießen und kaum düngen

Etablierte Pflanzen brauchen nur in langen Trockenphasen gelegentlich Wasser. Frisch gesetzte Exemplare sollten in den ersten Wochen nicht völlig austrocknen. Auf Düngung verzichtet man am besten ganz, denn zu viele Nährstoffe fördern weiches Wachstum und mindern die Blüte. Der magere Stand kommt dieser Felspflanze deutlich mehr entgegen als jede Nährstoffgabe.

Winter und Schutz vor Nässe

In rauen Lagen ist als Gebirgspflanze weniger der Frost als die Winternässe gefährlich. Bei trockenem, gut drainiertem Stand ist das Berg-Steinkraut zuverlässig winterhart. Eine Splittauflage rund um die Pflanze und ein leicht geneigter, gut abziehender Stand schützen zuverlässiger als jede Abdeckung. In sehr feuchten Regionen empfiehlt sich die Kultur in Trog oder Schale mit mineralischem Substrat.

Vermehrung und Verjüngung

Vermehren lässt sich das Berg-Steinkraut über Aussaat sowie über Stecklinge nach der Blüte. Als reine Wildart bleibt die Aussaat unkompliziert und liefert typische Nachkommen, sodass sich die Art an passenden Stellen auch behutsam selbst versamt. Werden ältere Polster mit den Jahren in der Mitte kahl, hilft neben dem Rückschnitt auch das Setzen frischer, junger Pflanzen, um den Bestand vital und formschön zu halten.

Fazit: Heimische Felsstaude mit frühem, ehrlichem Insektenwert

Das Berg-Steinkraut ist eine ausdauernde, niedrig-polsterbildende Felsstaude für vollsonnige, sehr durchlässige, magere und gern kalkhaltige Standorte. Mit seinem flachen, silbrig-graugrünen Polster, den leuchtend goldgelben Blüten und seiner frühen Blütezeit von April bis Juni bringt Alyssum montanum warmes Gold und feine Struktur auf kargen, mineralischen Grund. Besonders in Steingärten, auf Trockenmauern, in Felsfugen, in Magerrasen und in mineralischen Kiesbeeten zeigt es seine Stärken, gerade dort, wo viele andere Pflanzen an Hitze, Trockenheit und magerem Untergrund scheitern.

Ehrlich eingeordnet ist es die reine Wildart und nicht eine gärtnerische Auslese wie die Sorte 'Berggold', in Mitteleuropa regional heimisch auf sonnigen Felsen und Magerrasen und damit glaubwürdig in unsere regionalen Nahrungsnetze eingebunden. Seine offenen, frühen Blüten bieten mit frei zugänglichem Pollen frühen Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen gut erreichbare Nahrung zu einer nahrungsarmen Jahreszeit, in der solche Angebote besonders wertvoll sind. Wer ihm Sonne, scharfe Drainage und einen mageren Boden gibt, es nach der Blüte zurückschneidet und mit weiteren heimischen Fels- und Magerrasen-Arten kombiniert, gewinnt eine robuste, blühfreudige Wildstaude, die leuchtende Gartenwirkung und einen sinnvollen frühen Beitrag für Insekten verbindet. Setzen Sie es über eine sonnige Mauerkrone oder in eine scharf drainierte Fuge und ergänzen Sie es mit heimischen Frühblühern für eine durchgehende Blühfolge.

Berg-Steinkraut. Echt heimisch. Echt wild. Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ja natürlich, Gartenbau & Floristik Klaus Hüskes, für Gärten die leben.

Standort / Pflanzplatz
Balkon / Topfgeeignet
Dachbegrünung
Halbschattig
Sonnig
trocken/ nährstoffarm
Blütezeit
Frühjahr (März bis Mai)
Ökologischer Nutzen
Wildbienenfreundlich
allgemein
Sorte einer heimischen Art
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